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Tour de Doubs

Nachdem ich schon zweimal im franz. Jura unterwegs war wollte ich diesmal den nördlichen Teil unter die Lupe nehmen und zwar immer entlang dem Fluss Doubs. 

 

21.05.2016

Bei strahlendem Sonnenschein startete ich von zuhause aus, fuhr nördlich von Freiburg auf die A5 und bog dann 60 km südlich Richtung Mulhouse über den Rhein nach Frankreich ab. Hinter Montbeliard (Maut bis hierher 4€) ging es auf herrlicher Landstrasse bis St.Hypolitte, meine erste Station an der Doubs. Fahrzeit bis hier schlappe 2 1/2 Std.

Hier fand ich schnell einen wunderbaren, ruhigen WoMo-Stellplatz direkt am Fluss. Er kostet nichts, hat aber keine weiteren Einrichtungen. Ins Zentrum des kleinen Ortes sind es 2 Minuten. Ein Dorf mit typisch französischem Flair, es war Markt und die Leute saßen entspannt vor den Cafes. In diese Atmosphäre tauchte ich auch schnell ein, genoss einen herrlichen Espresso und machte einige Fotos. Abends saß ich vor einer kleinen Kneipe und genoss die letzten Sonnenstrahlen mit einem "Pastit"....einen Anis haltigen Schnaps, der mit Wasser gereicht wird. Im Fluss standen die Angler mit ihren langen Gummihosen und waren auf Forellenjagd....oder sogar Lachs? Ich weiß es nicht genau. 

In das Wohnmobil schien noch lange die Abendsonne so dass ich meine "Terasse" öffnen konnte, das heißt beide Hecktüren öffnen, sowas möchte ich nie mehr missen.

Die Autobiografie von Neil Young fesselt mich zur Zeit und man kann damit wunderbar in die 60er und 70er Jahre eintauchen, auch meine Jugendzeit. 

22.05.2016

Das Wetter war noch super, also blieb ich bis zum späten Nachmittag in diesem Dorf, streifte umher oder las weiter im Buch dieses großen Musikers Neil Young. Natürlich mit seiner Musik von Buffalo Springfield, CSN&Y und er selbst mit Crazy Horse. Schön, dass man heutzutage mit dem Musikstream Spotify alles abrufen kann. Im Wohnmobil für mich mittlerweile unverzichtbar.

23./24.05.2016

Immer entlang am Fluss Doubs fuhr ich in das 25 km entfernte Dorf Vaufrey, eine Perle für Menschen die den morbiden Charme alter, verfallener Häuser mögen. Hier findet man sie noch eingebettet in eine liebliche, idyllische Landschaft. Kein Laden, eine verlassene Kneipe, offene Türen und Fenster oder was davon noch übrig ist, durch denen der Wind heult und hoch oben über dem Dorf eine Kapelle mit Friedhof wie es ursprünglicher nicht sein kann. Hier ist im wahrsten Sinne die Zeit stehen geblieben. Touristen Fehlanzeige, nur ein paar Menschen wohnen hier, Katzen inbegriffen. Da mich sowas magisch anzieht blieb ich 2 Tage hier, zu entdecken gab es mehr als genug. Erwähnt sei noch der WoMo-Stellplatz wieder am Fluss, kostenlos, leider nur 2 Plätze an der Zahl.

25.05.2016

Das Wetter schlägt abrupt um mit einem wahren Temperatursturz von über 20 Grad auf 10 Grad begleitet von ständigem Regen. Am Morgen fuhr ich weiter auf der D437 über die Grenze in die benachbarte kleine schweizerische Stadt Saint-Ursanne. Diese Stadt liegt am Doubs am Fuß eines felsigen Berghanges, auf dem eine Burgruine thront. Das Städtchen konnte seine außergewöhnlichen mittelalterlichen Character bis heute erhalten. Im Zentrum steht die die große Stiftskirche und ein Kloster aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Viele alte Häuser, drei Stadttore mit alter Brücke über den Fluss schmücken diese alte Stadt. Hier verweilte ich einige Stunden und machte einige Fotos.

Nachmittags brach ich wieder auf Richtung Les Brenets. Es ging auf vielen steilen Kehren bergauf und bergab entlang des Flusses Doubs, der hier eine große Schleife Richtung Süden macht. 

Bei sehr schlechtem Wetter mit starkem Regen und nur 7-10 Grad Temperatur entschloss ich mich, diese Tour abzubrechen. Ein Steinschlag nach einer scharfen Kehre war der Auslöser hierfür.

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"Vor uns lag noch ein längerer Weg. Uns sollte es   recht sein. Der Weg ist das Leben."      

                                                                                                                                                (Jack Kerouac)

 

„Wirklich weise ist der, der mehr Träume in seiner Seele hat als die Realität zerstören kann"

   (Indianische Weisheit))

 


Meine Ausrüstung:

Pentax K-3 II Spiegelreflexkamera                                                                  Pentax 18-135mm Objektiv                                                               Pentax DA 16-85mm

Pentax DA 55-300mm Objektiv                                                                        Pentax DA 14mm Weitwinkel Objektiv                                      Stativ, Blitz und diverse Filter

 

                                              Die Fotos werden mit Lightroom etwas bearbeitet und archiviert. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format:


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