Elsaß-Öl-Impressionen

Am 24.10.2014 und 25.10.2014 war ich im Elsaß, genauer gesagt bei Merkwiller-Pechelbronn unterwegs um Reste der früheren Ölförderung in Frankreich zu finden. Man glaubt es kaum aber hier soll die erste weltweite Erdölbohrung stattgefunden haben. Ich hätte eher USA oder arabische Länder getippt, aber niemals Frankreich.

Dort stieß ich auf einen Schatz an alten Förderanlagen, Fahrzeugen etc. die seit Jahrzehnten vor sich hin rosten. Aber das Marode strahlt dennoch eine Faszination aus der man sich kaum entziehen kann. Seht selber, hier die unbearbeiteten Bilder:

 

 

Vor Jahrzehnten verlassen...
Vor Jahrzehnten verlassen...
0 Kommentare

Dänemark

09.09.2014

Meine neue längere Ausfahrt geht wieder einmal in den hohen Norden, diesmal entlang der Westroute von Husum hoch nach Jütland. Die lange Anfahrt aus dem Schwarzwald bis kurz vor Husum schaffte ich in 12 Stunden. Es waren genau 900 km, unterbrochen von vielen Baustellen und einem grossen Unfall. Die erste Nacht verbrachte ich in Witzwort auf dem Gästeparkplatz des historischen Gutshofes "Roter Haubarg". Nach zwei Flensburger Altbier in der Wirtstube fiel ich in die Koje. 

 

10.09.2014

Um 7 Uhr war ich wieder auf den Beinen, schaute kurz über den Deich und sah das weite Watt. Nach etwas Morgengymnastik vor vielen Schafen zog es mich alsbald weiter, hin zur Altstadt von Husum. Eine wirkliche Perle, die man nicht links liegen lassen darf. Das erste Fischbrötchen aß ich dort um 8.30 Uhr. Nach einem Rundgang durch die wunderbare Altstadt fuhr ich weiter Richtung dänische Grenze. Und zwar zum größten Sandstrand Europas auf der Insel Römö. Man darf tagsüber überall auf dem Strand mit dem Auto stehen, trotzdem ist Vorsicht geboten. Feststecken wenn die Flut kommt, kann verhängnisvoll werden. Es wurde ein herrlicher Tag mit viel Sonnenschein und Relaxen pur. Ein erstes Highlight auf dieser Reise! Ich stand den ganzen restlichen Tag auf dem Strand direkt am Meer bevor ich auf dem Campingplatz gleich hinter den Dünen eincheckte. Abends fuhr ich nochmals auf den Strand um den herrlichen Sonnenuntergang zu genießen.

11.09.2014

Obwohl ich hier locker noch 1-2 Tage verbringen könnte, ziehe ich weiter. Liegt auch irgendwie bei mir im Blut, denn drei Wochen Pauschalurlaub mit Abfüttern von morgens bis abends würde ich nicht aushalten. Aber jetzt zu diesem Tag. Auf der sogenannten"Margaritenroute" fuhr ich geruhsam weiter gen Norden immer an der Westseite Jütlands entlang. Heute ging es mit einem "Trekkerbus" durchs Watt zur kleinen Insel Mandö. Einige Bauern ziehen mit ihren Trekkern einen Doppeldeckeranhänger ca. eine Stunde durchs Watt bis zur Insel hinüber. Mein Wohnmobil ließ ich auf dem Bauernhof stehen, nicht bevor ich auch die Genehmigung zur kostenlosen Übernachtung eingeholt hatte. "Kein Problem" sagte der Bauer auf deutsch. Also erstmal zur Insel bei herrlichem Sonnenschein oben im Anhänger hinter dem Traktor. Fotografisch konnte ich mich somit voll dem Watt widmen. Es herrschten die besten Lichtverhältnisse mit reizvollen Wolkenformationen. Auch die kleine Insel mit ihren Dünen und den paar Häusern hatte es mir angetan. Nach insgesamt sechs Stunden war ich wieder bei meinem Gefährt und richtete mich gemütlich ein. So ließ ich diesen Tag ausklingen. Viele Fotos werde ich erst zuhause einspielen, aber 1-3 Stück schon mal hier.

12.09.2014

Morgens bis 10 Uhr immer dichter Nebel, danach Sonnenschein pur bis 25 Grad, so erlebe ich diese Tage. Skandinavien im September ist meist immer die beste Reisezeit. "Hvide Sande", das Anglerparadies schlechthin, war mein nächstes Ziel. Der Ort liegt auf einer schmalen Nehrung, rechts der Ringskölbing-Fjord und links die Nordsee. Immer mal wieder ein Blick hinter die kilometerlangen Dünen werfen und die endlosen Sandstrände sowie die Meeresbrandung betrachten. Was tut das mal wieder gut, wo einem die Berge im Schwarzwald manchmal auf den Kopf fallen. Ich erkundete den Ort und die Umgebung, bevor ich einen Wohnmobilstellplatz am Hafen direkt an den Molen fand, soweit so gut. Aber um es jetzt kurz zu fassen: Auch hier, im ultimativen Anglerort, einschlägig bekannt, viel meine Ausbeute nach 3 Stunden Angeln bescheiden aus: Ein 10 cm kleiner Fisch (ab ins Wasser damit) sowie einen dicken Knüpppel das war alles.. Tja....man sagte mir, die Heringe seien zwar noch nicht da.....aber gibt es nicht noch andere Fische? Abends aß ich aus Frust(!) nur zwei Knäckebrot, die Fischplatte fiel für heute aus. Ich bin ja noch weitere Tage in Küstennähe, mal schauen.

 

13.09.2014

Die nächste schmale Nehrung wartet, "Thorsminde", wieder direkt am Meer und ebenso ein Anglerparadies. Übrigens braucht man in Dänemark keinen offiziellen Angelschein mit abgelegter Fischereiprüfung wie bei uns sondern nur eine Tages, Wochen- oder Jahreskarte (7-25 Euro) für jedermann. Damit darf jeder überall im Meerwasser fischen also z.B. in den Hafenbecken. Die letzten drei Tage kann ich hier für euch festhalten, da auf dem Campingplatz WLan vorhanden ist. Vor mir aus dem Fenster beobachte ich die Drachensurfer während ich diese Zeilen schreibe. Morgen schau ich mir hier das Schiffsmuseum an, wo die Überreste zweier Kriegsschiffe zu sehen sind, die hier im Jahre 1811 vor der Küste im Sturm zerschellten und dabei 1400 Seeleute ums Leben kamen. Nur 17 überlebten. Ach fast vergessen: Zwei Stunden Angeln brachten außer viel frische Luft auch hier keine Ergebnisse. Trotzdem erstaunt mich immer wieder, mit welcher Ruhe und Geduld die Angler zu Werke gehen. Die meisten von ihnen gingen heute auch leer aus.

14.09.2014

Auf der weiteren Fahrt immer entlang der Küste sah ich von weitem einen Leuchtturm.Weite Ebenen wechselten sich mit kleinen Hügeln ab. Dazwischen hin und wieder kleine weiße Kirchen. Der Leuchtturm zog mich magisch an, also nichts wie hin. Nach einigem Suchen fand ich eine Schotterpiste die mich dorthin führte. Was für eine Kulisse! Oberhalb der bedauxrote Leuchtturm mit alten Gebäuden, davor ein bronzezeitlicher Grabhügel und ein paar Meter weiter steil abfallende Lehmklippen mit Blick auf das unendliche Meer. Ein herrlicher Platz! Nachdem ich die Gebäude näher in Augenschein genommen hatte machte ich eine längere Wanderung entlang der Steilklippen bis zum kleinen Ort Ferring. Ein kleines Museum zeigte 100 Jahre Fotografie von diesem Küstenabschnitt. Das ehemalige Sommerhaus des Künstlers "Jens Söndergard", das heute ebenfalls als Musem dient war leider geschlossen. Die großen Strand- und Menschenbilder waren sein Aushängeschild. Eine Statue steht vor dem Museum. Den kilometerweiten Rückweg nahm ich entlang des Meeres immer direkt an der Brandung. Von vielen kleinen Steinen machte ich Makroaufnahmen. Das Glück wollte dass ich sogar eine kleine Versteinerung (Fossil) unterhalb der Klippen fand. Hier mutterseelenallein zu übernachten fand ich dann doch etwas mulmig. Aber einen ebenso traumhaften Platz fand ich ein paar Kilometer zurück und das wieder direkt am Wasser. Da hier einige andere Camper standen, fühlte ich mich sicher und ließ den Tag ausklingen mit Blick übers weite Meer.

 

15.09.2014

Westjütland ist zweifelsohne die Sandkiste Europas. Überall, wo man über die Dünen schaut erblickt man kilometerlange Sandstrände. Da das Wetter an diesem Tag schlechter wurde, brach ich gegen Mittag auf um nicht wie geplant weiter gen Norden zu fahren sondern zurück nach Hvide Sande. Ein paar neue Lebensmittel mußten her und vielleicht neues Anglerglück ausprobieren. Die Fischräucherei am Ortsrand von Hvide Sande hat alles an Fisch was das Herz und der Gaumen begehrt. Zum Beispiel fangfrische Garnelen mit Knoblauch angeräuchert....mmhh lecker. Was viele nicht mögen ist geräucherter Dorschrogen. Ich konnte nicht widerstehen, kannte ich diese Leckerei doch von meinen früheren Fahrten durch Norwegen. Der Campingplatz von Hvide Sande liegt wunderbar an den Dünen/Strand und einen Steinwurf entfernt zur Ortsmitte mit Hafen. Während ich dies schreibe, klart der Himmel auf und die Sonne scheint wieder. "House of the Rising Sun" aus den Lautsprechern....und Fischfrikadellen in der Pfanne. So lass ich den Abend auf dem Campingplatz ausklingen.

16.09.2014

Nördlich von Esjberg gibt es einen riesigen Strand, der auch mit dem Auto befahren werden kann. Der Weg dorthin führt durch ein militärisches Übrungsgebiet, eine wundervolle Heidelandschaft. Da auch die Sonne wieder schien und es schön warm war, beschloss ich dorthin zu fahren. Ich fuhr bis auf ein paar Meter direkt ans Meer und verbrachte den ganzen restlichen Tag dort. Die Hecktüren vom Wohnmobil weit geöffnet, genoss ich mit Blick aufs Meer diesen herrlichen Tag. 

Da man am Strand nicht übernachten darf, hatte ich mir schon einen kleinen Stellplatz 70 km im Landesinnere herausgesucht. Toftlund war das Ziel und der Platz befand sich hinter einem EinfHaus auf einem Rasengrundstück. Für 6 Euro war alles vorhanden einschließlich WLan. Der Besitzer war gerade in Schweden, aber per Telefon war alles schnell geregelt. das Geld in den Briefkasten und das Kennwort für WiFi bekam ich von ihm telefonisch. Ich war der einzige auf diesem Platz inmitten landwirtschaftlicher Felder und Wiesen und kann ihn nur empfehlen.

17.09.2014

Von Toftlund sind es 25 km bis zum berühmten Lügumkloster aus dem Jahre 1173, welches man nicht verpassen sollte. Leider wird es zur Zeit innen renoviert, so dass die Kirche innen nicht besichtigt werden kann. Als alter Huder im Raum Oldenburg kenne ich die dortige Klosterruine des Zisterzienserkloster aber eben nur als sehenswerte Ruine. Das Lügumkloster dagegen ist aus der gleichen Zeit, nur komplett erhalten. Die Grundrisse der Zisterzienserklöster waren überall die gleichen. Nach der Besichtigung fuhr ich weiter durchs Landesinnere Richtung Flensburg. Auf den guten Landesstrassen Dänemarks gleitet man buchstäblich durch eine liebliche Landschaft, die stark von Landwirtschaft geprägt ist. Besonders fiel mir eine artgerechte Schweinehaltung auf, wo auf großen Wiesen die Schweine groß und klein viel Freiraum in frischer Luft haben. Und das besondere: Jede Pig-Family hatte ihr eigenes Häuschen aus Beton. Sowas sollte auch bei uns Schule machen. 

 

Nach einem Abstecher nach Glücksburg an der Flensburger Förde ging es zurück Richtung Heimat. Die nächste Übernachtung hatte ich in Hann.Münden bei Kassel. Bei Diebel's Altbier in der wunderschönen Altstadt ließ ich den Dänemark-Trip ausklingen denn am folgenden Tag ging es noch zu Verwandten und danach heimwärts.

2 Kommentare

Hippie-Festival im Odenwald

Vom 15.8. bis 18.08.2014 war ich auf dem legendären Festival in Finkenbach, auch "Klein-Woodstock" im Odenwald, genannt. Es findet schon seit Mitte der 70er Jahre statt und das ganze Dorf hilft jedesmal tatkräftig mit. Dieses Jahr meinte Petrus es nicht gut mit uns. Es schüttete teilweise aus Kannen und die Wiesen waren kaum noch begeh- geschweige denn befahrbar. Im Gegensatz zu den vielen Campern in ihren Zelten hatten es die Wohnmobil-Leute noch relativ gut. Im Fahrzeug blieb es trocken. 

 

Ich nahm das Ganze recht locker und lernte viele neue Leute kennen. Wieder einmal konnte man sich mit Gleichgesinnten über alte Zeiten und Musik der 60er und 70er unterhalten.

 

Die auftretenden Gruppen: Embryo. Bröselmaschine, Guru Guru, Marblewood, Errorhead, Simeon Soul Charger, Kraan, The Brew und The Pretty Thinks waren bis auf wenige Ausnahmen alle gut in Form und machten verdammt gute Musik. Mani Neumeier konnte sich aufgrund meiner Nachfrage sogar noch an das Konzert 1973 in Delmenhorst erinnern wo ich Guru Guru das erste Mal live erlebte.

 

Am Sonntag musste auch mein Fahrzeug  mit einem Traktor aus dem Schlamm gezogen werden. Die gute Stimmung ließ ich mir dadurch aber nicht nehmen.

 

Finkenbach, man sieht sich wieder!

0 Kommentare

Sustenpass/Säntis

23.07.2014

Die Alpen vor der Haustür, zieht es mich natürlich hin und wieder ins Gebirge. Kurz hinter dem schönen Vierwaldstättersee in der Schweiz führt die alte Sustenstrasse hinauf bis zum Steingletscher auf ca. 2500m. Das Wetter war gut, störend wirkten nur die zahlreichen Biker, die diese Strasse wohl als ihre Rennstrecke auserkoren hatten. Aber jedem seinen Spass, ich bin da tolerant. Das letzte Stück windet sich die Strasse in atemberaubenden Serpentinen hinauf. Oben erwarteten mich Nebel und vereinzelte Schneefelder, dazu aber herrliche Aussichten auf umliegende Gipfel. Später fing es an zu regnen und da es stündlich ungemütlicher wurde, entschloss ich mich hier nicht zu übernachten sondern wieder ins Tal abzufahren Richtung Säntis.

 

24.07.2014

Den Säntis, ein wild aufragender Gebirgskamm südlich des Bodensees kannte ich schon von diversen Wanderungen vergangener Jahre. Zum Wandern ist übrigens der Spätsommer bzw. Herbst die beste Jahreszeit. Diesmal fuhr ich bis Wasserauen, von wo auch eine Bergbahn ganz  hinauf führt. Viele Gleitschirmflieger drehten über mir ihre Kreise. Ich schleppte mich zu Fuß mit Fotoausrüstung hinauf bis zum Seealpsee, es war anstrengender als ich dachte. Leider verhinderte die zunehmende Bewölkung anständige Fotos. Schade, dass sich der Säntis komplett wolkenverhüllt zeigte. Also wieder zurück ins Tal und weiter Richtung Schwägalp, wo ich in Ennetbühl einen Top-Stellplatz zum übernachten fand.

 

25.07.2014

Da ich nachmittags wieder zuhause sein wollte, führ ich früh los, machte aber noch einen kleinen Umweg. An Liechtenstein vorbei zum Walensee, wohl mit der schönste See in der Schweiz. An der Nordseite des Sees fällt der steilaufragende Gebirgszug der "Churfirsten" buchstäblich in den See. Ein kleines Dorf an der nördlichen Uferseite kann deshalb auch nur mit dem Boot erreicht werden. Was für ein beeindruckendes Panaroma. Mit Polfilter vor der Linse konnte ich noch ein paar passable Fotos machen. Danch ging es langsam heimwärts, an Zürich vorbei Richtung Schaffhausen, Donaueschingen usw. Für mich war es wieder ein schönes Gefühl "on the road" zu sein. 

0 Kommentare

Französisch Jura

15.05.2014

Von vielen Touristen auf der Reise in den Süden links liegen gelassen, bietet das französische Jura entlang der schweizerischen Grenze von Belfort bis kurz vor Genf ungeahnte, schöne Landschaftseindrücke. Mittendrin liegt das alte Dorf Baume-les-Messieurs, eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Dorthin ging meine Tour. Von Mulhause bis nach Dole fährt man auf einer Autobahn, die zu 100% Spaß macht. Kaum Verkehr, sehr gute Fahrbahn mit keinerlei Baustellen, so muß es sein. Einziger Wehrmutstropfen sind wie immer, die franz. Autobahngebühren. 

Hinter Dole ging es noch ein kleines Stück Richtung Lyon, dann fuhr ich ab und mein Navi zeigte mir an, dass es nur noch 25 km bis ans Ziel waren. 5 km vor Baume-les-Messieurs war erstmal Ende.....die einzige Fahrbahn dorthin wurde frisch geteert. 5 riesige Lkw's schütteten ihren Splitt auf die Strasse, danch kam die Teermaschine und zum Schluß rollten 4 Walzenfahrzeuge die Decke zurecht. Das wars dann. Was bei uns ein Riesenaufwand mit stundenlangem Warten wäre, ist in Frankreich eine Aktion von gerademal 30 Minuten (!). Also ging es nach einer kurzen Kaffeepause ganz vorsichtig weiter, nur keine frischen Teerplacken einfangen.

Die grandiose Landschaft, mit den aufragenden Felswänden des Jura fängt einen sofort ein. Und mittendrin in einem Kessel liegt dieses traumhafte Dorf. 2 km dahinter ein kostenloser Standplatz, der seinesgleichen sucht. Direkt an einem Wasserfall, ringsum aufsteigende Felswände mit einigen Höhlen, einfach traumhaft. Da nach und nach noch andere Wohnmobile eintrafen, war diese Nacht gesichert. Man steht dort nicht alleine. Am Nachmittag erkundete ich die Gegend und machte einige Fotos, das Stativ dabei ist natürlich obligatorisch auch wegen den Langzeitbelichtungen. Die Abendsonne warf ein zauberhaftes Licht auf die Wasserkaskaden und auch die Felsen leuchteten im Abendrot.. Die Fahrt hierher hatte sich auf jeden Fall jetzt schon gelohnt.

 

16.05.2014

Die Nacht war sehr kalt, morgens beim Frühstück mußte ich die Standheizung anwerfen. Vormittags machte ich mich auf um das Dorf ein wenig in Augenschein zu nehmen. Es waren dort sehr nur wenige Menschen unterwegs. Um die Benidikterabtei aus dem 9 Jahrhundert schmiegen sich alte mittelalterliche Gebäude geteilt durch eine einzige, kleine Strasse. Perfekt eingeschlossen in einem Kessel mit umliegenden Bergen, die typisch für das Jura sind. Man kann nur hoffen, dass uns solche Zeugnisse einer vergangenen Zeit noch sehr lange erhalten bleiben.

Nach den Erkundungen in alten Gemäuern und einem ausführlichen Rundgang fuhr ich nachmittags weiter auf kleinen Landstrassen und ließ mich, noch ganz in Gedanken versunken, einfach dahintreiben. Die Kaskaden von Herrisson zogen mich danach ganz in ihren Bann.

 

 

17.05.2014

Auf einem Wohnmobilstandplatz direkt am Ufer des Lac-de-Point verbrachte ich die Nacht, diesmal sogar mit WLan, aber leider ohne Strom. Es gibt viele kleine Seen im südlichen Jura, man kann auch eine spezielle "Route de Lac" befahren um einige davon zu sehen. Sie liegen alle landschaftlich sehr schön. Da es an diesem Morgen sehr stürmisch war, trat ich im Laufe des Vormittags die Rückreise an. An der schweizerischen Grenze wurde ich "gefilzt" d.h. neben Pass, Führerschein auch das Fahrzeug untersucht. Aber ich hatte weder Geldbündel im Klo versteckt noch irgendwelche illegale Migranten im Bettkasten verstaut. Also gab es grünes Licht zur Weiterfahrt. 

Nach 4 Stunden zügiger Fahrt traf ich wieder zuhause ein.

 

 

 

0 Kommentare

"Vor uns lag noch ein längerer Weg. Uns sollte es   recht sein. Der Weg ist das Leben."      

                                                                                                                                                (Jack Kerouac)

 

„Wirklich weise ist der, der mehr Träume in seiner Seele hat als die Realität zerstören kann"

   (Indianische Weisheit))

 


Meine Ausrüstung:

Pentax K-3 II Spiegelreflexkamera                                                                  Pentax 18-135mm Objektiv                                                               Pentax DA 16-85mm

Pentax DA 55-300mm Objektiv                                                                        Pentax DA 14mm Weitwinkel Objektiv                                      Stativ, Blitz und diverse Filter

 

                                              Die Fotos werden mit Lightroom etwas bearbeitet und archiviert. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format:


Weitere Links:                  

http://www.fotocommunity.de/                                                   Pentax /Ricoh                                              Promobil-Forum

Wohnmobilreisen f. Aussteiger