Lappland, Lofoten, Atlantikstraße

1. Tag

Nun geht er endlich los, der lange Trip in den hohen Norden. Über 7000 km Reiseabenteuer liegen vor mir. Das Wetter könnte besser nicht sein, bei 25 Grad brach ich heute morgen auf und lasse es gemächlich angehen. Trotzdem erwarte ich in den nächsten Wochen auch sehr schlechtes Wetter, besonders oberhalb des Polarkreises. Aber noch ist es nicht soweit. Nach 500 km flotter Fahrt bog ich schon nachmittags von der Autobahn ab und fuhr zum kostenlosen Wohnmobilstellplatz in Hann.Münden. Die Stadt hat eine berühmte Altstadt direkt an der Werra, die ich noch besuchte. Auf dem Platz lernte ich ein nettes Ehepaar aus Thüringen kennen, wir saßen noch lange draußen. Es gab viel zu erzählen von unseren Reisen usw. 

 

2. Tag

Nach einer ruhigen Nacht ging es schon früh weiter. Bei weiter sehr gutem Wetter an Göttingen und Hannover vorbei bis nach Hamburg. Hinter dem Elbtunnel noch ein kleines Stück, dann wartet wieder ein Gratis-Stellplatz in Kaltenkirchen direkt bei der Holsten-Therme. Pech: eine der beiden Wasserpumpen zickte rum, aber da ich eine Ersatzpumpe dabei hatte und es Kabelschuhe nebenan im Baumarkt zu kaufen gab, war die Pumpe schnell ausgewechselt. Ansonsten gibt es in dieser Stadt nichts interessantes zu sehen, der Stellplatz war um diese Zeit noch gut besucht. Da ich Lesestoff dabei habe verging der Tag im Nu. "The Road" von Cormac McCarthy ist ein düsteres, trauriges Endzeitdrama und spielt in einer völlig zerstörten, finsteren Welt. Ein Mann und sein kleiner Sohn schleppen sich durch ein verbranntes Amerika....wirklich lesenswert.

 

3.Tag

Da mein Schiff von Kiel nach Göteborg erst am Dienstag fährt, vertreibe ich mir die Zeit an der Ostsee und schaute mir heute Eckernförde an. Eine hübsche Altstadt und der Bootshafen mit Anleger sind das Aushängeschild dieser Stadt, nicht zu vergessen die alte, große Backsteinkirche. Bonbons gibt es direkt vom "Bonbonmacher", eine Handwerkskunst die es zu besichtigen gilt, verbunden mit einer Vorführung. Der Stellplatz "Grüner Jäger" bei Eckernförde für 8 Euro/Tag ist sehr empfehlenswert und liegt im Grünen an einem Wäldchen, unweit der Ostsee. Nach der Stadtbesichtigung bekochte ich mich ganz oppulent...mit Kassler, Kochwurst, Sauerkraut/Kartoffeln und Dosenbier.....köstlich! Nun sitze ich wie so oft gemütlich im Bus mit Lappi und höre nebenbei Musik der golden 60er. Das angesagte Unwetter lässt noch auf sich warten, aber mal abwarten was die Nacht so bringt.

 

4. und 5. Tag

Nördlich von Kiel stand ich 2 Tage direkt an der Ostsee und übernachtete frei auf einem Parkplatz eines Kindererholungsheimes. Kaum zu glauben, aber so nah bei Kiel ist diese Gegend noch ziemlich unverbaut. Viele Äcker und Wiesen reichen direkt bis an die Ostsee und die kleinen Orte haben Charme. Mit langen Sparziergängen am steinigen Strand vertrieb ich mir die Zeit und machte auch einige Fotos. Gegen Mittag des 5. Tages fuhr ich nach Kiel zum Schiffsanleger der Stena Line, parkte und machte noch Besorgungen in der Kieler Innenstadt. Pünktlich um 17 Uhr ging es ans Einschiffen und kurz danach legte das riesige Fährschiff ab. Bei den vielen schweren Trucks, die ins Schiff fuhren, wurde einem schon mulmig....was für Tonnen an Gewichten. Dunkle Wolken und zunehmender Wind machten nachdenklich. Die Fährunglücke vor Jahren (Estonia mit 700 Toten, diverse Schärenunglücke) schießen einem ungewollt in den Kopf. Die reißerische Reklame an Bord für das große Buffet zum Pauschlpreis von 35 € für Essen und Trinken einschließlich Bier, Wein und Schnaps wurde einigen zum Verhängnis, aber davon morgen. Ich begnügte mich mit einem preiswerten Toast und Wasser aus der mitgebrachten Flasche. 

 

6. Tag

Die Fahrt war ruhig ohne weitere Vorkommnisse. Für die faulen Gäste an Bord überträgt der Fernseher in jeder Kabine live den Seegang vom Schiff aus. Besser als jedes andere Programm (schmunzel). Ausgeschifft wurde in Göteborg um 9 Uhr morgens. Für viele war hier die Fahrt schon zu Ende. Noch im Hafen musste jeder ausnahmslos ins berühmte Röhrchen blasen. Flüchtlings- und Alkoholkontrollen vom schärfsten. Zum Thema Flüchtlinge: Das Schengen-Abkommen wird jetzt zum Fluch, die viel gepriesenen offenen Grenzen vom vielstimmigen Hühnerhaufen der ganzen EU-Versteher  entpuppt sich jetzt als Rohrkrepierer.  Gibt es noch Themen wo die (nicht gewählten) EU-Kommissare nicht versagt haben? Ach ja...gerade Gurken, Glühbirnen, einheitliche Bonbonpapiere und Klobrillen.

 

Kurz nach Göteborg setzte Regen ein, der den ganzen Tag über anhielt. Ich nutzte das schlechte Wetter zum Strecke machen. Bis zum Abend, mit einigen Pausen, ging es flott voran immer auf der E45 auf den Inlandsvägen oder besser gesagt Inlandshighway. Hinter Torsby ging es mehr als 200 km nur durch Wald auf teilweise schnurgerader Strasse bis nach Dalarna hinein. Kurz vor Mora fand ich einen sehr schönen, kleinen Campingplatz an einem großen See. Es regnete unentwegt und abends wurde es schon richtig kalt, die Heizung lief. Da außer mir nur ein einziger Camper zugegen war, konnte ich mir einen Platz direkt am Wasser aussuchen. Das Wetter ließ aber kein Aufenthalt im Freien zu ohne gehörig naß zu werden. Der Platzwart kam erst spät, ich ließ ihn wegen dem Regen ins Auto.......ein Fehler. Der Mensch stank so fürchterlich nach Fisch, dass ich hinterher eine Stunde lüften musste. Dennoch ein schöner Tag, den ich mit Lesen ausklingen ließ. Übrigens hat mich das Buch "The Road" so tief beeindruckt, dass ich mir in Kiel gleich eine neues Werk von McCarthy gekauft habe, und zwar die 3-bändige Border-Trilogie, gerade frisch heraus gekommen auf deutsch. 

 

7. Tag

Und weiter geht es gen Norden, bis Mittag immer noch mit Regen und tief liegenden Wolken. Aber dann klarte es zunehmend auf und kurz vor Strömsund zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und es wurde noch ein strahlend sonniger Tag. Mein nächster Anlaufpunkt war "Alanäs Naturcamping" schon am südlichen Rand von Schwedisch-Lappland. Diese Naturplätze liegen besonders schön und direkt am See, haben aber kein Strom und die Versorgung ist ganz notdürftig. Alanäs gefiel mir nicht so sehr, auch war kein Mensch weit und breit zu sehen....schon etwas unheimlich. Also fuhr ich 9 km weiter bis nach "Gubbhögens Naturcamp" was sich als Volltreffer erwies. Ein echtes Wildernes-Lager am großen Flasjön-See, für mich ein Geheimtipp. Nach einer Stunde brannte schon mein erstes Lagerfeuer in der abendlichen Sonne vor dem mystischen See. Es war total windstill, das Wasser war spiegelglatt. Im Wald fand ich einige Pilze. Lappland hat mich wieder eingefangen, wer einmal hier war, vergisst es nie wieder. Noch lange saß ich am Feuer bis es abends zunehmend kälter wurde.

 

  

8. Tag

Eigentlich lud dieser schöne Platz zum weiteren Verweilen ein, aber es soll ja noch viel, viel weiter gehen. Deshalb brach ich nach einer sehr kalten Nacht am späten Vormittag wieder auf, Richtung Vilhelmina und weiter, nicht bevor ich mir noch einen der schönsten Friedhöfe Europas in Alanäs angeschaut habe. Die Gräber liegen am Flasjön, die Toten blicken direkt über den See und essen nachts die Pilze die auf ihren Gräbern wachsen. Danach 30 km Schotterpiste zurück zur E45, aber auch diese erwies sich auf den folgenden 150 km als das nackte Grauen. Wenn die Schweden Strassen aufreißen, dann aber vollständig, kurz gesagt, es war nicht mehr zumutbar. Jeden Moment dachte ich an Ölwanne, Achse, Radlager und dergleichen die mir verrecken, ganz zu schweigen von der Inneneinrichtung. Eine riesige Staubfontäne um mich herum und Steinschlag von entgegen kommenden Trucks taten ihr übriges. Auf dem Rückweg werde ich diese Strecke meiden. Gottseidank ging alles gut. Danach zog sich der Highway wieder schnurgerade durch die atemberaubende, herbstliche Landschaft. Hochmoore, Birkenwälder und kleine und grosse Seen lagen in der nachmittaglichen Sonne. 100 km vor Arvidsjaur fand ich einen Campingplatz, diesmal mit allem drum und dran. Mittels WLAN konnte ich von hier aus auch die ersten Fotos übertragen. Lappland verwöhnt, natürlich blicke ich auch hier abends durchs Fenster wieder auf einen See. 

9. Tag

Der Campingplatz "Blacknicksele" ist sehr zu empfehlen. Ich zahlte 15 € mit allem drum und dran, einschließlich freies WLAN. Und das ohne Passwort, das habe ich schon zweimal in Schweden erlebt. Heute ging es zum Trollforsen am großen Fluss Piteälven, eines der noch ungezähmten Wildwasserflüsse in Nordschweden. Es ist schon beeindruckend, die vielen wilden Stromschnellen zu erleben umgeben von endloser Wildnis. Die Mücken sind nicht ganz verschwunden, es schwirrte noch genug von diesen Plagegeistern umher. Also schnell ein Lagerfeuer machen, denn Rauch vertreibt sie. Der freie Stellplatz auf der nördlichen Seite des Flusses ist sehr schön, unmittelbar an den Stromschnellen. Er ist um diese Zeit noch gut besucht. Man kann entlang des Flusses weit in die Natur hinein wandern oder auch angeln. Ohne Fischereikarte geht hier aber nichts, die Strafen sind entsprechend drakonisch. Ich konnte leider keine Karte bekommen, also gab es statt Fisch, Gulasch aus der Dose. 

10. Tag 

Nach einer kalten Nacht und kurzem Frühstück machte ich mich zu Fuß auf, um die Umgebung des "Trollforsen" zu erwandern, immer entlang des Flusses. Ein einmaliges Erlebnis, links die brausenden Stromschnellen und rechts der endlose Wald. Das Wetter spielte auch mit. Nach einigen Stunden kam ich mit vielen neuen Fotos im Kasten zurück und verließ diesen wunderbaren Ort, aber nicht den Fluss. Denn das nächste Highlight wartete schon auf mich, quasi um die Ecke nur 70 km entfernt. Der "Piteälve" entspringt im schwedischen Gebirge und mündet bei der Stadt Pitea, in den finnischen Meerbusen. Das besagte Highlight ist der "Storforsen", die größten Stromschnellen Europas. Man muss dort gewesen sein, um das gigantische Ausmaß live zu erleben, einfach unbeschreiblich! Man kann nur hoffen, dass diese Wasserkraft nicht eines Tages doch noch gezähmt wird, versucht hat man das seitens der Industrie schon einmal, bislang ohne Erfolg. Die Schweden nutzen diesen Ort, um an eine der vielen eingerichteten Feuerplätze (Grillplätze) Picknick zu machen, Feuerholz liegt bereit oder man kann es selbst hacken. Ich genoss das gewaltige Naturschauspiel eine ganz Weile und brach dann auf nach "Jokkmokk" dem Zentrum der "Samen", so heißen die lappländischen Ureinwohner. Dort fand ich einen kleinen Campingplatz.

 

11. und 12. Tag

An diesen beiden Tagen ging es weiter nordwärts. An Kiruna vorbei und weiter nach Abisko Richtung Norwegen. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und es war schon sehr kalt und windig. An einem Ort, wo ich vor 30 Jahren mit meiner Tochter und einem Freund zu einer Trekking-Tour, dem "Grenzpfad von Troms" aufbrach, übernachtete ich auf dem Hochfjell kurz hinter Björkliden. Hier wehte ein eiskalter Wind, der Schnee wird wohl bald kommen. Nach einer bitterkalten Nacht, ohne Heizung geht nichts mehr, beschloss ich am 12. Tag meiner Reise, nach Norwegen zu den Vesterdalen und Lofoten weiter zu fahren, obwohl ich hier bei Abisko eigentlich noch ein bis zwei weitere Tage mit Wandern verbringen wollte. An der schwedisch/norwegischen Grenze wurde ich regelrecht gefilzt. Das gesamte Fahrzeug wurde innen und außen kontrolliert, kein Schrank und keine Schublade wurde verschont, sogar das Bett musste ich ausschütteln und die 15 Dosen Bier wurden genau abgezählt. Als ich das Chemieklo öffnen wollte, winkte der Beamte ab und beendete die Durchsuchung umgehend. Ich nahm es mit Gelassenheit, war ich von meinen früheren Reisen z.b. durch Ex-Jugoslavien härtere Gangarten gewöhnt. 

Es ging von der Hochebene immer weiter abwärts, an Narvik vorbei, in die wunderbare Fjord-Landschaft Nord-Norwegens. Ein ganz anderes Landschaftsbild. Wegen des Dauerregens hielt ich nur hin und wieder an, um ein paar Fotos zu machen bis ich ans Ziel, ein Campingplatz am Gullesfjord, kam. Dort richtete ich es mir gemütlich ein und erkundete ein wenig die Umgebung.

13. Tag 

"Stö"...fast am Ende der Welt und bei dem Orkan mit peitschendem Regen trotz der nur 80 km war es bis hierher nur ein mühsames Vorankommen. Aber dieser Ort an der Nordwestspitze von Vesteralen, mit magischer Anziehungskraft, war mein heutiges Ziel . Ich fand einen wunderbaren Standplatz direkt am Nordatlantik in einer filmreifen Landschaftskulisse. Der Film "Herr der Ringe" hätte statt in Neuseeland auch genauso gut hier gedreht werden können. Leider war ein Aufenthalt außerhalb des Fahrzeugs fast unmöglich, so regnete und stürmte es. Laut Wettervorhersage soll es aber in den nächsten Tagen besser werden. Von hier aus starten  übrigens im Sommer Wal-Safaris, diese sind aber nur für seefeste Passagiere zu empfehlen, denn das Meer ist hier immer sehr rau. Die paar Momente ohne Regen nutzte ich heute natürlich für ein paar Klettereien zwischen den Felsen um Fotos zu machen.  Während ich dieses schreibe, wird der Bus wieder vom Sturm ganz schön durchgeschüttelt. 

14. Tag 

Nachts verzog sich langsam das Unwetter in Sto und heute morgen war das Meer ruhig. Mein neues Ziel war der Fischerort "Nyksund" oder besser gesagt, was daraus geworden ist. Denn die letzten Fischer verließen diesen abgelegenen Ort schon Anfang der 1970er Jahre, danach geriet das Dorf völlig in Vergessenheit und verfiel zusehends. Nyksund wurde zur Geisterstadt, bis 1985 einige Aussteiger und eine betreute Jugendgruppe dieses Dorf wieder langsam zum Leben erweckte und viele Häuser renovierte. Reggae- und Ska Konzerte machten diesen Ort wieder bekannt. Ein alter, riesiger Benzintank diente damals als "berüchtigter" Treffpunkt, man feierte auch in diesem Tank.

Dorthin verschlug es mich heute, denn dieser Ort zog mich magisch an. Lange streifte ich am Pier entlang, durch Gänge und Häuserreihen und sah auch den mittlerweile verrosteten Tank, geschmückt mit einem toten, großen Federvieh..wohl eher zur Abschreckung. Es war alles etwas unheimlich, ich war anfangs auch ganz alleine, keine Menschenseele zu sehen.

Nachmittags fuhr ich die lange Wellblechpiste wieder zurück und stehe abends in einem kleinen Fährhafen natürlich wieder direkt am Meer mit Blick auf die Berge der Lofoten. 

 

15. und 16. Tag

Die beiden Tage verbrachte ich auf dem Campingplatz Lyngvaer Lofoten ca. 30 km südlich von Svolvaer und ist sehr zu empfehlen. Großer Waschtag ist angesagt. Außerdem fuhr ich mit einem Ruderboot auf den Fjord hinaus um zu angeln. Zwei kleine gefangene Dorsche ließ ich wieder frei, abends geht es dann nochmal hinaus. Um Mitternacht des 15. Tages gab es für mich die ersten Polarlichter zu sehen, es war einfach überwältigend. Die grünen Lichter flammten zuerst an ein oder zwei Stellen auf um sich dann langsam zu bizarren Formen über den ganzen Himmel zu verteilen. Pures Gänsehaut-Feeling! 

Es ist schon gewaltig, was ich seit Beginn meiner Reise alles gesehen und erlebt habe. Diese zwei Tage nutze ich auch zum relaxen und um alles zu verarbeiten. Die Reise ist ja noch lange nicht vorbei.

 

17. Tag

Nachtrag vom Vortag: Gegen Abend fuhr ich zusammen mit einem Friesen, der mit seiner Frau ebenfalls hier campierte, mit einem kleinen Motorboot hinaus zum fischen. Nach zwei Stunden kamen wir mit 6 Köhler (Seelachs) zurück. Abends wurde in der Campingplatz-Küche gemeinsam gekocht und gegessen. Nun zu diesem Tag: Morgens brach ich auf und fuhr Richtung "A" dem letzen Ort an der Lofotenspitze im Süden.  In "Borg" sollte man das Wikingermuseum keinesfalls auslassen. Die Ausstellung und die bombastische Filmvorführung auf einer Breitwandleinwand sind sehr beeindruckend.

Hier befand sich vor 1000 Jahren ein Mittelpunkt der Wikinger, durch Ausgrabungen seit den 1980er Jahren belegt. Ich schaute mir alles an.  Danach fand ich unterwegs einen einsamen, riesigen Sandstrand vor einer traumhaften Bergkulisse. Hier wollte ich wild übernachten, in der Hoffnung dass noch ein bis zwei Camper dazukommen, dem war aber nicht so. Das wurde mir dann doch etwas zu mulmig, da ich an dem Strand kilometerweit zu sehen war. Nachdem wieder einige Fotos im Kasten waren und nach der Kocherei in der Wohnmobilküche samt einem kräftigen Esspresso machte ich mich also wieder auf den Weg und fand ca. 40 km weiter einen freien Stellplatz auf einem Naturrastplatz direkt am Nordatlantik. Hier standen noch zwei weitere Camper, unter anderem ein junges Paar aus Deutschland mit einem VW-Bus. Wir unterhielten uns noch eine Weile, tauschten Reisetipps aus, bevor es auch wieder dunkel wurde und ich im Bett lag. Mangels WLan kann ich zur Zeit keine Fotos einstellen, das passiert wieder sobald ich auf einem Campingplatz stehe.

 

18. Tag

An diesem Tag ging es bis nach "A" runter, fast bis ans Ende der Welt. Festgehalten auch von Edgar E. Poe, der in einem seiner grausigen Geschichten den hier vor der Küste liegenden großen Mahlstrom beschrieben hat, der Hunderte von Seeleuten verschlang und den Tod brachte. Aber bei fast 20 Grad und Windstille, also bestes Spätsommer-wetter, sind solche Gedanken schnell verflogen. Der Ort bietet außer einem kleinen

Museum nichts besonderes, ganz im Gegensatz zu der Fahrt unterwegs hierher. Ich hielt fast nach jeder Kurve an um Fotos zu machen und genoss die atemberaubende Landschaft der südlichen Lofoten. Auch nahm ich abseits der E10 manche schmale Schotterpiste unter die Räder. Es lohnte sich immer. Nur Tankstellen gibt es hier unten nicht, ich fahre schon auf dem letzten Tropfen Sprit. Gegen Abend fand ich einen kleinen freien Platz beim Hafen in Moskenes, denn am nächsten Tag um 7 Uhr geht das Schiff nach Bodö, mit dem ich wieder ans Festland übersetze, immerhin 4 Stunden Fahrt.

19. Tag

Und wieder ein Tag ohne WLan, das heißt ich kann immer noch keine Fotos hier einstellen. Mit dem 3G Netzt gibt es dann halt nur Text. Morgens bin ich um 4 Uhr aufgestanden und stand nach einem kurzen Frühstück zum Verladen am Schiffskai in Moskenes bereit, welches schon kurz vor 6 Uhr begann. Das Schiff legte um 7 Uhr ab und war gegen 10.30 Uhr in Bodö. Bei herrlichem, milden Wetter war es eine schöne Schiffstour. Die Lofoten in der ganzen Pracht von See aus, ein herrlicher Anblick. Von Bodö fuhr ich 20 km weiter zum "Saltstraumen", der weltgrößte Gezeitenstrom, oder Mahlstrom. Für Angler das Paradies schlechthin, werden doch Unmengen an Fischen durch die schmale Enge getrieben. Wer hier nichts fängt, sollte mit dem Angeln aufhören.....mich eingeschlossen. Mehr schreibe ich nicht dazu. Bei Temperaturen um die 20 Grad und blauem Himmel schwebte ich geradezu auf der E6 bis nach Fauske dahin, wo ich einen preiswerten Wohnmobilstellplatz fand.

20. Tag

Wie ihr seht, konnte ich mittlerweile einige Fotos der letzten 3 Tage hochladen. Die E6 ist kein Vergleich zu früher mehr, sie wurde erheblich ausgebaut und lässt sich zumindest bis Mo i Rana zügig fahren. Am Polarkreis kurz davor war wieder die unendliche Weite des Hochfjells zu sehen, diese wunderbare Landschaft leuchtete in herbstlichen Farben, das letzte Aufbäumen vor dem langen Winter. In Mo i Rana bog ich wieder Richtung Schweden ab ins schwedische Lappland. Auch hier während meiner gesamten Fahrt den ganzen Tag lang "Indian Summer" pur. Alaska lässt grüssen! Oft habe ich das Gefühl, nur noch ganz alleine in dieser Landschaft zu sein, kilometerweit oft kein Auto geschweige ein Mensch zu sehen. Ich gebe ja zu, so manche Lehmpiste zu bevorzugen, auch heute. Bis Dikanäs ging es über Tundra, durch Krüppelwald, Sümpfen und an vielen Seen vorbei. Unterwegs sah ich zwei Elche, die sich aber beim Näherkommen schnell verkrochen. Bei Dikanäs fand ich einen kleinen Campingplatz aber niemand war dort. Also Besitzer anrufen, der kam und brachte den Schlüssel und kassierte stolze 250 Kronen, ca. 25 € was dieser Platz überhaupt nicht wert ist. So stehe ich nun mutterseelenallein auf diesem Platz. Wegen der Sümpfe ringsum sind noch viele Mücken unterwegs. Da ich mit Rentierfleisch noch nicht ganz durch bin, kaufte ich diesmal unterwegs Rentierhackfleisch, welches morgen zubereitet wird.

21. Tag

Zu dem Wasserfall-Highlight Nr. 3 in Schweden ist es von hier nicht so weit. Von Dikanäss ging es zu den "Trapstegforsen"....eigentlich kein Wasserfall sondern eine Stromschnellentreppe, sie gilt als die schönste in Schweden. Es regnete in Strömen, da war das Fotografieren recht mühselig. Meine Pentaxkamera erwies sich hier aber als standfest, gilt sie doch als die beste Outdoorkamera der Welt, da absolut wasserdicht.

Hier traf ich auf zwei Aussteiger aus Deutschland mit einem alten Daimler 308D. Sie wollten den Winter in Schweden verbringen um im nächsten Frühjahr 2016 per Verschiffung (mit Auto) nach Canada überzusetzen und von dort die Route Alaska nach Südamerika zu nehmen. Wow.....da blieb mir die Spucke weg. Auf meine Frage, wann es zurück geht, kam die Antwort "Vielleicht nie mehr". Zuhause hatten sie alles verkauft und die Zeiten werden nie mehr so gut....."das stimmt" antwortete ich. Ich gab ihnen was von meinen gebratenen Rentierfrikadellen, die übrigens etwas streng, aber vorzüglich schmeckten. 

Am Nachmittag ging es immer weiter aufwärts zum Hochfjell nach "Stekkenjokk" wo ich bei Sturm und peitschendem Regen mein Nachtlager aufschlug. Weite...und nochmals endlose Weite, ein Wildbach kroch über einen Hügel und eine Rentierherde war in Sichtweite. Die dunklen Wolken jagten über die Ebenen, ein paar Tage noch bis Schnee dazu kommt. Mystische Szenerie, die Nacht kann kommen.

22. Tag

Weiter geht es auf dem "Vildmarksvägen" bei sehr schlechtem Wetter zu einem Platz, den ich zu Anfang meiner Tour schon einmal aufgesucht hatte, "Gubbhögens Naturcamp". Der freie Platz inmitten der Wildnis hatte mir so gut gefallen, dass ich ihn einfach noch einmal aufsuchen musste. Diese Gegend um Strömsund gilt als die mit der grössten Bären-Population.....und das weltweit! Mir sagte jemand, dass deshalb 80 Bären zum Abschuss freigegeben worden sind, also ist Vorsicht geboten, auch auf diesem Platz. Unterwegs machte ich in "Ankarede" halt, einem alten Treffpunkt der "Samen" mit eigener kleiner Kirche. In den spitzen Holzhütten wohnen sie heutzutage nur noch an besonderen Festtagen. 

23. Tag 

Zwei weitere grandiose Wasserfälle stehen auf der Warteliste. An diesem Tag war es der "Ristafallet" bei Äre 70 km von Östersund entfernt. Leider führt er zur Zeit wenig Wasser, was aber den schönen Eindruck nicht schmälert. Mittags schon stand ich seit drei Tagen mal wieder auf einem richtigen Campingplatz mit allem was dazu gehört. 

24. Tag

Ein Tag relaxen auf dem Campingplatz und gleich geht es schon wieder weiter, ich bin ein unruhiger Geist. Aber es liegt auch an dem miesen Wetter. An der Westküste Norwegens soll es nämlich die nächsten Tage besser werden, also nichts wie hin. Aber vorher stattete ich dem Wasserfall Nr. 5, Schwedens höchster dazu, einen Besuch ab. Der Tännforsen liegt nur wenige Kilometer hinter Äre auf der Strecke Östersund-Trondheim und es wäre eine große Sünde, ihn links liegen zu lassen. Immerhin hat er eine Fallhöhe von 38 Meter und ist breit. Und wieder im Regen fotografieren, kein leichtes Unterfangen da ständig die Linse nass wird und die rauschenden Wassermassen ihr übriges tun. Aber sei es drum, auf glitschigen Stegen möglichst nah ran kommen, bei Abrutschen wäre es der sichere Tod. Danach trank ich einen heißen Tee am offenen Kaminfeuer des Cafes nebenan. Nachmittags fuhr ich dann wie erwähnt wieder Richtung Norwegen, an Trondheim vorbei bis zu einem kleinen Bootshafen am großen Fjord. Der Hafenmeister gab sein ok und so stehe ich, während ich dies schreibe, wieder einmal direkt am Wasser mit Blick über das Meer. Und weil es Bootshäfen oft so an sich haben, gibt es WLan gratis dazu, was will man mehr?

25. u. 26. Tag

Und weiter ging es bis nach Kristiansund im äußersten Westen von Norwegen. Die berühmte "Atlantikstraße" war schon immer mein Traum. Sie gilt als Norwegens Jahrhundertbauwerk und steht auch international an vorderster Stelle aller Traumstraßen der Welt. Die Bauarbeiter mussten seinerzeit viele Orkane aushalten bis die Straße mit den traumhaften Brücken fertig war. Hier stand ich wieder "wild" direkt am brausenden Meer und fing auch eine Menge Fische (Seelachs und Makrelen). An dem maroden Schuppen unten auf dem Bild war mein Übernachtungsplatz. Abends explodierte regelrecht der Himmel, ein Sonnenuntergang der seinesgleichen sucht.

27. Tag

Gemächlich ließ ich den Tag angehen, an so einem wunderbaren Ort hat man keine Eile. Ich wanderte ein wenig umher, besuchte nochmal die Angler unter der Brücke und machte natürlich Fotos. Mittags fuhr ich dann weiter bis Andalsnes, wo ich am Bahnhof auf einem Parkplatz übernachtete. 

28. Tag

Auf dem Plan für diesen Tag stand das Dovre- und Rondane Gebirge. Die Straße von Andalsnes schlängelt sich durch ein wildes Tal, links und rechts erheben sich gewaltige Bergmassive. Dazwischen wie so oft, ein reißender Gebirgsfluss mit vielen Stromschnellen. Langsam ging es immer höher hinauf bis zum Dovrefjell, einer von vielen Nationalparks Norwegens. Hier leben die einzigen, wilden Moschusochsen Europas. Leider konnte ich keine sehen. Weil ich die Fjelllandschaft so mag, ging es danach in einen weiteren Nationalpark, dem Rondane-Gebirge. Es war hier oben schon bitter kalt, nachts gab es den ersten Schnee, der aber nicht lange liegen blieb. Die Temperatur lag um den Gefrierpunkt. Mit den Bildern dieser stillen Landschaft und den hohen Bergen am Horizont, zusammen im spätherbstlichen Glanz, ließ ich den Tag ausklingen. Übernachtet habe ich wieder frei auf einem Aussichtsplatz im Rondane Gebirge. 

29. Tag

Die Stabkirche in Sollia war mein nächstes Ziel. In den Ausläufern des Rondane erhebt sie sich, schwarz und stolz und ganz aus Holz wie die meisten Kirchen in Norwegen. Sie stammt aus dem Jahre 1735. Wegen einer Beerdigung konnte ich leider nicht in die Kirche hinein. Also nahm ich außen auch die vielen alten Grabsteine in Augenschein. Was für eine Geschichte muss sich hier in fast 300 Jahren abgespielt haben, in dieser kargen Landschaft. 

Auf der guten Straße Nr. 2 ging es danach zügig südwärts über Elverum, Kongsvinger hinüber nach Schweden zum schönsten Naturpark Südschwedens "Glaskogen". Ein riesiges unberührtes Waldgebiet mit unzähligen Seen. Dort fand ich einen Stellplatz mitten im Wald. Wie so oft, streifte ich im Wald umher. Eine absolute Ruhe umgab mich. Die Abendsonne berührte zuerst mit goldenem Licht die vielen Birken, Tannen und Kiefern um danach auch den See zu berühren und ganz darin einzutauchen. Die Nacht hingegen war rabenschwarz, das Dach des Walds deckte mich zu und ließ mich schnell einschlafen.

 

30. Tag

Im "Glaskogen" Naturpark hätte ich mich fast verirrt. Es gibt keine richtigen Straßen, nur viele, viele Schlaglochpisten. Da ich von diesem Gebiet keine Karte hatte, verließ ich mich auf Google-Navigation, eine fast aussichtslose Sache. Hier scheint selbst Google noch nicht mit ihren Kamera-Autos gewesen zu sein. So fuhr ich stundenlang von einer Lehmpiste auf die nächste und brauchte Stunden bis ich wieder eine halbwegs gute Straße unter den Rädern hatte und mich orientieren konnte.

Am nördlichen Vänernsee fuhr ich seit Tagen mal wieder einen richtigen Stellplatz an, und zwar "Liljedals gästhamm" den ich nur wärmstens empfehlen kann. Für 100Kr (10 €) bekommt man einen Balkonplatz direkt am See mit Strom, Dusche und allem was dazu gehört. Diesen Platz nehme ich in meine Empfehlungsliste auf. Es war ein wunderbarer Herbsttag bei angenehmen Temperaturen um die 17 Grad.

31. bis 37. Tag

Bis jetzt bin ich 6500 km Reisekilometer gefahren, da wird es Zeit für ein paar Tage Entspannung. Da ich die schwedische Schärenküste schon kenne und weiß, wo es herrliche Plätze gibt, zog es mich dorthin. Auf der Insel Smögen, durch eine Brücke vom Festland getrennt fand ich wunderbare Stellplätze zum Übernachten. Das Wetter ist traumhaft, azurblauer Himmel, windstill und in der Sonne noch um die 20 Grad warm. Diese Gegend sollte man allerdings im Sommer meiden, da sie für die Schweden das Urlaubsziel schlechthin ist. Aber jetzt Ende September sind die allermeisten Touristen verschwunden. Also verbringe ich die nächsten Tage in dieser schönen Schärenlandschaft.

Nachtrag:

Die Rückfahrt von Kiel in den Schwarzwald fand am 38. und 39. Tag statt. Hier die gesamte Reiseroute:

 


7 Kommentare

Ostfriesische Küste

30.04.2015

Es ist mal wieder soweit, die Berge fallen mir buchstäblich auf den Kopf. Als gebürtiger Norddeutscher zieht es mich wieder einmal an die Küste unseres Landes. Es wird keine lange Reise, mir bleiben nur ein paar Tage. In einem Stück fuhr ich an diesem Tag hoch über Münster-Rheine bis nach Emden knapp 700 km durchs schöne Emsland. Diese Strecke rund um Papenburg säumen viele Moorlandschaften, die Autobahn zieht sich mitten hindurch. Ich musste daran denken als ich hier vor 25 Jahren mit Gleichgesinnten gegen die geplante Mercedes Versuchsstrecke demonstrierte, aber das ist lange her. Ich ließ mir viel Zeit und traf nachmittags gegen 16 Uhr in Emden ein. Ein schön gelegener, aber restlos überfüllter Wohnmobilstandplatz am Binnenhafen war mein erster Übernachtungsplatz. Bevor der Tag ausklang machte ich noch eine Stadtbesichtigung und schoss einige Fotos. Der Himmel an diesem und auch an den folgenden Tagen war grandios, ich mag diese gewaltigen Wolkentürme und die Weite und nahm alles begierig in mich auf. Der Vorrat davon muss ja danach wieder eine Weile halten.

01.05.2015

Rysum und Loquard, kleine sogenannte alte "Rundwarfendörfer" bäuerliche Siedlungen entstanden in der Zeit vor dem Deichbau waren mein nächstes Ziel. Alle Bauernhöfe gruppieren sich konzentrisch um die höchste Stelle der Warf und alle Wege und Gassen führen sternförmig zu diesem Punkt, auf dem immer die Kirche stand. Man stelle sich einmal vor, wie es wohl hier während der drei Elizabethfluten im 15. Jhd. zugegangen sein muss als der blanke Hans über 40.000 Tote forderte. Tiefe, dunkle rasende Wolken jagten über das Land, der ganze Himmel bebte...und das schwarze Wasser mit haushohe Wellen rückte schnell näher. Deiche gab es noch nicht. Die Menschen jagten sich und die Tiere die Warften hoch, immer der Kirche entgegen. Drinnen brauste die Orgel "Näher mein Gott zu dir..." War Rettung in Sicht? Und genau diese Orgel, eine der ältesten in Europa steht in Rysum in der alten, schlichten Backsteinkirche (übrigens alle luth/ev.)

Noch abends im Bett musste ich noch lange an solche dramatischen Zeiten denken.

 

02.05.2015

Auf dem Weg nach Greetsiel machte ich beim Campener Leuchtturm halt der immer noch im Betrieb ist. Ein stiller Parkplatz davor bietet sich übrigens auch als kostenloser Übernachtungsplatz an. Auf der anderen Seite der Bucht  Ems/Dollard blickt man auf die Industrieanlagen Delfzijl/Holland. Den Turm kann man besteigen, das Deichvorland bietet sich für herrliche Spaziergänge an. Ein junges Paar, zum ersten Mal mit einem alten Daimler unterwegs hatte auf diesem Platz einen Kabelbrand am Kühlschrank, es lief glücklicherweise glimpflich aus. Ich lud sie zum Kaffee in meinen Bus ein wo wir uns noch einige Zeit unterhielten. Hoffentlich habt ihr beiden noch schöne Tage gehabt!

Greetsiel hat sich trotz Touristen-Magnet noch seine Ursprünglichkeit erhalten. Viele alte Fischkutter liegen im kleinen Hafen, Kneipen und Restaurants laden zum Einkehren auf, natürlich mit allen möglichen Fischgerichten. Mein Tipp: Das "Fischhus" in einer Seitenstrasse bietet Fisch zum Verkauf sowie Verzehr an, direkt fangfrisch und preiswert.

Mich hat es abends in eine Hafenkneipe verschlagen, das Wohnmobil stand ja sicher auf einem Übernachtungsplatz (Parkplatz ohne Versorgung billiger). Köstritzer Altbier, dazu eisgekühlter Küstennebel (ein ostfr.Schnaps) für den Kapitän der Landstraße. 

 

03.05.2015

Kurz hinter Greetsiel zweigt links eine kleine Strasse ab zum Kanal mit Hebebrücke. Dort verbrachte ich den folgenden Tag zusammen mit einigen wenigen anderen Leuten. Ein echter Geheimtipp, dieser Platz. Solche kostenlose Übernachtungsplätze mag ich. Hier ließ ich die Seele baumeln und den Kopf vom Vorabend wieder klar werden. Für Unterhaltung sorgten zwei junge Leute mit ihren zwei Hunden. Das Plaudern mit ihnen über Reiseziele (besonders Marokko), Hundehaltung usw. war sehr unterhaltsam. Danke nochmal für euren Kaffee mit Keksen! Wer einen Fischereischein besitzt findet hier einen optimalen Angelplatz. Auch für Fahrradfahrer ein idealer Ausgangsort.

04.05.2015

Auf der Weiterfahrt nach Bensersiel ganz im Norden unterhalb der Insel Langeoog machte ich natürlich öfter halt um zu fotografieren. Auffallend die vielen Windräder, meiner Meinung nach zu viel des Guten obwohl ich als alter Anti-Atomaktivist für erneuerbare Energien bin. Aber ganze Dörfer damit ringsum buchstäblich zunageln zerstört ebenfalls Natur, von den Belästigungen der Bevölkerung ganz abgesehen. Diesbezüglich sieht es in Ostfriesland mittlerweile schlimm aus. Und dem dort dringend notwendigen Wirtschaftsfaktor Tourismus schadet es ebenfalls. Nur einige Bauern und Großinvestoren scheinen sich damit eine goldene Nase zu machen. "Bonzen und Bauern" dieser Spruch scheint hier aufzugehen.

In Bensersiel checkte ich auf dem großen Campingplatz ein, nicht bevor ich einen "exklusiven" Platz direkt am Strand in der ersten Reihe zugesprochen bekam. In der Nebensaison ziehe ich häufig Campingplätzen den Wohnmobilstellplätzen vor, da sie oft nicht oder unwesentlich mehr kosten und man hat hier die komplette Versorgung einschließlich Duschen am Platz. Das Wetter wurde immer schlechter und nachmittags fing es an zu regnen. Aber der Blick aus meinem Bus ging direkt übers weite Wattenmeer bis hinüber nach Langeoog. Also wurde ausgiebig gekocht, gegessen und abends der Laptop aufgeklappt, schließlich müssen diese Seiten auch zeitnah gepflegt werden. 

05.05.2015

Und weiter ging es nach Carolinensiel bzw. Harlesiel unterhalb den Inseln Spiekeroog und Wangerooge. Nicht weit von hier liegt Schillig, für mich ein Ort dunkler Erinnerungen. Als 6-jähriges abgemagertes Kind wurde ich 1958 dorthin zur Kindererholung geschickt....ganz alleine ohne Eltern. Seit diesen Zeiten schaue ich Sachen wie Schokopudding, dicker Reis mit Zimt usw. höchstens aus 10 Meter Entfernung an. Kurz und gut, man wurde tagtäglich vollgestopft mit diesem Zeug, umgeben von wachsamen, strengen Nonnenweibern, Schläge waren an der Tagesordnung, das Übergeben auch. Noch abgemagerter als zu Beginn nahmen mich meine Eltern nach sechs Wochen wieder in Empfang. Das zu Schillig. Aber noch bin ich in Carolinensiel und stehe auf einem Platz direkt an der Mole im Hafen wo ich auch übernachten werde. Vor mir liegen einige schöne alte Kutter und Schiffe im Hafen. Es ist windstill, der anliegende Badestrand (kein Sand) ist aber menschenleer. Viele Strandkörbe sind schon aufgestellt und geben ein malerisches Bild ab. Ein krönender Sonnenuntergang beendete diesen Tag.

06./07.05.2015

Mit diesen Fotos vom Sonnenuntergang an der Ostfriesischen Küste beende ich meine offizielle Fototour. Die zwei restlichen Tage nutzte ich für einen kurzen Besuch von Verwandten sowie für die lange Rückreise nach Süddeutschland. 

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Ligurien Cinque Terre/Italien

19.03.2015

Einen der schönsten Küstenabschnitte Italiens gibt es nicht weit südlich der Alpen. Genau 600 km von meinem Wohnort im Schwarzwald ging es heute Richtung Genua  in die schöne Stadt Levanto an der ligurischen Küste. Von 6 Uhr früh bis nachmittags 16 Uhr, natürlich wie immer mit einigen Pausen, schnurrte mein Sprinter wie ein Kätzchen bei erstaunlich minimalem Diesel-Verbrauch. Bei Ankunft war der Tank noch fast halbvoll. Dem Internet sei Dank konnte ich meine Tour vorher genau planen und so fand ich auch den ausgesuchten kleinen Campingplatz Acqua Dolce in Levanto sehr schnell. In freier Landschaft würde ich in Italien wegen der doch erhöhten Kriminalität nicht übernachten. Von Levanto, wo ich jetzt einige Tage stehen werde, will ich in den nächsten Tagen in die Cinque Terre entlang der grandiosen Steilküste wandern und die berühmten " Fünf Dörfer" besuchen.  Erste Schnappschüsse von Levanto kurz vor Sonnenuntergang zur Einstimmung. In den nächsten Tagen folgen weitere Fotos. Jetzt bin ich erstmal müde und werde früher schlafen gehen. 

20.3.2015

An diesen beiden Tagen ist Laufen angesagt. Zuerst eine ausgiebige Stadtbesichtigung von Levanto, eine wirklich schöne kleine Stadt. Viele schmale Gassen, bunte Häuser und ein typisches Flair "Made Italy". Lustig diese 3-rädigen Zweitakter (kleine Lastwagen) die ständig durch die Gassen rasen, egal was hinten so rauskommt. Früher kamen noch die vielen Motorroller dazu die aber heutzutage out sind, jedenfalls hier. Die Preise sind bis auf einige Grundnahrungsmittel höher als in Deutschland, große Supermärkte fehlen ganz. Bäcker, Metzger, Konsum, Fischladen und viele kleine Läden gibt es im Ort. Und natürlich kann man an jeder Ecke Pizza, Eis usw. essen oder viele Espressos trinken, die kosten übrigens nur 1 Euro und ziehen einem die Schuhe aus, so stark sind sie. Neben einem Castello (Ruine) gibt es 2 alte Kirchen, eine davon in außergewöhnlichem "Zebra-Look" außen sowie innen. Auf dem Bahnhof erkundigte ich mich nach dem Regioticket (12 Euro) welches Bahn sowie Eintritt für den 5-Dörfer-Weg einschließt und wurde leider enttäuscht. Ich muss mich mit 1 Dorf (Menterosso) begnügen da die restliche Strecke zur Zeit komplett gesperrt ist. Also entschloss ich mich am nächsten Tag direkt von Levanto dorthin zu wandern anstatt von Monterosso zu beginnen und dorthin mit der Bahn zu fahren. Dieses Vorhaben sollte mich allerdings ziemlich fordern. Bei einer herrlichen Pizza Napoli und einer Karaffe Chianti in der Taverne nur 150 Meter vom Campingplatz entfernt (sehr zu empfehlen) ließ ich den Tag ausklingen.

21.3.2015

Was für ein schöner Wanderweg immer entlang der Küste durch Wälder oder direkt  an Steilabhängen vorbei. Alte Ruinen und einsam gelegene einzelne Häuser mit naturbelassenen Gärten wo alte Olivenbäume seit Jahrhunderten stehen, säumen diesen Weg. Und was für ein Ausblick entlang der gesamten Strecke von Levanto nach Monterosso. "Gigantisch" ist nicht übertrieben, nicht  umsonst gehört dieser Küstenabschnitt auch zum Unesco-Kultur/Naturerbe. Diese Strecke hat mich aber körperlich schon gefordert, ging es doch oft steil bergauf oder bergab und fast immer über steiniges Geröll. Mit 62 Jahren darf man aber schon mal öfter Pause machen. Jedenfalls war mein Entschluss von Levanto aus zu starten richtig und allen nur zu empfehlen, die hierher reisen und Levanto mit dem guten Campingplatz als Ausgangspunkt wählen. Ich ließ mir viel Zeit unterwegs und traf nachmittags in Monterosso ein. Dieses ligurische Dorf liegt in einer kleinen Bucht umringt von steil abfallenen Klippen und trumpft mit einer wunderbaren Promenade am Wasser sowie sehr vielen riesigen Palmen (und ein köstliches Eis) auf. Da ich vom Marsch aber ziemlich durchgeschwitzt war machte ich nur einen kleinen Rundgang und fuhr mit der Eisenbahn nach Levanto zurück (3 Euro). Während ich in meinem rollenden Heim sitze und diese Zeilen schreibe wird das Wetter draußen langsam schlechter.

 

22.3.2015

Den Komfort auf dem Campingplatz (mit WLan) hinter mich lassend bewegte ich mich auf der schmalen Küstenstrasse bergauf, bergab Monterosso zu, weil ich dort gestern direkt am Meer 2 Wohnmobile entdeckt hatte, das neue Ziel meines heutigen Aufbruches. Es entpuppte sich in der Tat als ein "geduldeter" Standplatz, wie gesagt, direkt am Meer. Und das Ganze kostenlos! Jetzt stehe ich wohl keine 30 Meter von der Brandung entfernt und kann sowohl aufs Meer und die grandiose Steilküste als auch auf Monterosso sowie in weiterer Entfernung auch 3 der berühmten 5 Dörfer sehen. Und auch die Sonne lacht wieder vom Himmel mit angenehmen Temperaturen von bis zu 20 Grad. Die Altstadt von Monterosso hat mich positiv überrascht, so klein aber schön ist sie. Das Licht der späten Nachmittagssonne unterstreicht die vielen bunten Farben der fürs urwüchsige Italien bekannten Häuser, Fassaden, Torbögen. Leider kann ich heute noch keine Fotos einstellen da dieses mit einem 3G Netz stundenlang dauern würde. Nach und nach treffen weitere Wohnmobile ein und machen den Platz sicherer. Ich werde hier wohl noch 1-2 Tage bleiben. Lesestoff ist auch an Bord (Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein) auf dass die Abende nicht langweilig werden. Langsam gehen die Lichter in den Häusern an und die Sonne verschwindet am Horizont. Moterosso hat mich gefangen.

23.3.2015

Nach einer ruhigen Nacht war auch dieser Tag wieder geprägt von absoluten Highlights. Da der Wanderweg wie schon erwähnt größtenteils gesperrt ist nahm ich schon morgens den Zug nach Manarola (Hin/Rück 4,50 €) und war gespannt was mich dort erwartete. Wie Vogelnester kleben die bunten Häuser auf engstem Raum an dem vorgelagerten Felsen während direkt darunter unermüdlich die Brandung des Mittelmeeres tobt. Dieser Ort ist wohl einzigartig auf der Welt, nicht umsonst strömen Massen von Touristen hierher,sehr viele davon aus Japan. Da mir das heute schon etwas zuviel wurde mag ich mir nicht vorstellen was hier wohl im Sommer los ist. Aber nichtsdestotrotz stieg ich die verschiedenen Gassen hinab und wieder hinauf und machte viele Fotos obwohl wegen Dunstigkeit das Licht nicht besonders gut war. Absolut jeder Punkt in dieser Stadt ist sehenswert, ganz abgesehen von den wieder vielen, sehr farbenfrohen Fassaden, eben typisch Italien. Nur die ital. Küche liegt mir nicht so richtig. Ewig nur Teig und Nudeln ist so nicht mein Ding, aber jedem das Seine. Dafür aber Eis.....und nochmals Eis, davon kriege ich nie genug. Mit der Bahn ging es auch wieder zurück und der restliche Tag heute klingt aus bei geöffneter Hecktür mit Blick aufs Meer mit ewiger Brandung, sehr meditativ. Ich stehe weiterhin in Monterosso wo ich die zweite (kostenlose) Nacht verbringen werde. Alle Fotos werden später eingestellt wenn ich wieder WLan habe.

24.3.2015

Und die Perle Nummer 3, das kleine Dorf Vernazza wurde von mir besucht. Ich war einer von Hunderten Touristen die an diesem sonnigen Tag durch den Ort streiften. Erstaunlich viele für diese Zeit im März finde ich. Auch hier konnte man sich nicht satt sehen an den vielen bunten Häusern, der alten Kirche und den vielen kleinen Geschäften. Das Meer scheint Vernazza fast zu verschlingen, es nagt Tag für Tag unmittelbar an den alten Mauern. Allerdings treibt die Gier so mancher Verkäufer Blüten, wenn zB eine Kugel Eis mit 3.50 € ausgeschlagen ist und die ganze Pizza schwarz verbrannt kommt. "Der Tourist- die Weihnachtsgans", immer zum Ausnehmen gut. Angenehm dagegen die Freundlichkeit des Schaffners, der beide Augen zudrückte weil ich aus Versehen den falschen Zug genommen hatte und bis nach La Spezia gebrettert bin ohne diese Strecke zu bezahlen. "Grazie" nochmal! So verging auch dieser Tag schnell, abends wurde noch im Bus groß gekocht und danach war wieder der "Hans Fallada" dran.....ein Meisterwerk, traurig und humorvoll zugleich.  

25.3.2015

Regen und Wind.....Zeit zur Abreise! Zuerst wollte ich noch mit Leuten, die nicht weit von Monterosso einen weiteren Stellplatz am Meer kennen, dorthin fahren. Aber bei dem zunehmend schlechten Wetter entschloss ich mich zur Heimreise. 

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Ein Hauch Alaska

1. Tag

Der Winterschlaf ist vorbei, die erste Tour in diesem Jahr steht an. Vom 19.2.2015 bis 22.2.2015 findet wie angekündigt ein internationales Schlittenhunderennen in Bernau im Südschwarzwald statt. Dieses will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, liegt doch dann immer ein Hauch Alaska in der Luft.  Schon heute reiste ich an, die 100 km waren schnell erledigt. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich von Freiburg über Todtmoos nach Bernau quer durch den winterlichen Hochschwarzwald. Ein Stellplatz mit Strom und WLan war auch schnell gefunden, mal schauen was die nächsten Tage so bringen. Gestern Nacht waren hier  noch minus 13 Grad, eine gute Temperatur um meine Standheizung einmal richtig zu testen. Bernau ist ein kleiner beschaulicher Ort und zieht mit zwei Skiliften viele Wintersportler an, so auch heute. Da ich direkt an der Skipiste stehe konnte ich das Treiben aus dem Auto heraus gut beobachten. Für erste Fotos war ich drei Stunden zu Fuß unterwegs und genoss die Winterlandschaft rings herum. 

2. Tag

"Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler", laut Goethe. Und die Winterlandschaft unterstreicht diesen schönen Spruch. Auch heute war ich stundenlang draußen und habe die Umgebung genossen. Die vergangene Nacht war tatsächlich sehr kalt mit minus 12 Grad, aber dank vieler Decken und Standheizung kein Problem. Bernau befindet sich in einem Hochtal, welches 8 km breit ist und auf 950m Höhe liegt. Die umliegenden Berge sind alle um die 1300m hoch. Entstanden ist dieses einzigartige Hochtal durch einen Gletscher in der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren. Der bekannte Maler Hans Thoma (1839-1924) kommt von hier und galt schon zu seiner Zeit als der beliebteste Landschaftsmaler Deutschlands.  Leider war das Kunstmuseum geschlossen. Gegen Abend wird es wieder sehr kalt und ich sitze gemütlich im Wohnmobil. Die Zeit vertreibe ich mir mit "The Long Dark" ein Survival-Spiel wo es ums Überleben in der kanadischen Wildnis geht...hier auch im Winter.

3. Tag

Um 22 Uhr gestern viel die Heizung aus, irgendein Problem mit der Zweitbatterie. Somit wurde es eine bitterkalte Nacht, auch im Fahrzeug. Das Thermometer zeigte minus 6 Grad im Wagen, da halfen nur Decken über Decken und die hatte ich dabei. Am nächsten Morgen lief die Heizung wieder. Nach dem Frühstück mit zwei starken Espresso machte ich eine ausgedehnte Wanderung an den Berghängen immer durch Schnee was nicht immer ganz einfach war. Hier und da boten sich ein paar Fotomotive allerdings nichts besonderes. Am Schluss meiner Tour werde ich wie bisher die Fotos sammeln und hier einstellen. Morgen früh gegen 8 Uhr geht es dann endlich zum Schlittenhunderennen nicht weit von meinem jetzigen Standplatz.

4. und 5. Tag

Ein Hauch Alaska konnte man nun wirklich erleben, denn nichts anderes als die Weltmeisterschaft im Schlittenhunderennen stand auf der Tagesordnung. Sie findet nur alle zwei Jahre statt und nach Fairbanks/Alaska 2013 war nun der Südschwarzwald an der Reihe um danach 2017 wieder in Canada zu sein. Musher mit ihren Hunden aus USA, Canada, Finnland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Russland und Deutschland traten in verschiedenen Wettkämpfen an. Das Wetter konnte besser nicht sein, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Nur für die Hunde war es etwas zu warm so dass die Läufe über 40 km abgekürzt werden mussten. Ich verbrachte herrliche Stunden in toller Atmosphäre. Damit endete meine erste Tour im neuen Jahr.

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Lappland, Lofoten, Atlantikstraße

1. Tag

Nun geht er endlich los, der lange Trip in den hohen Norden. Über 7000 km Reiseabenteuer liegen vor mir. Das Wetter könnte besser nicht sein, bei 25 Grad brach ich heute morgen auf und lasse es gemächlich angehen. Trotzdem erwarte ich in den nächsten Wochen auch sehr schlechtes Wetter, besonders oberhalb des Polarkreises. Aber noch ist es nicht soweit. Nach 500 km flotter Fahrt bog ich schon nachmittags von der Autobahn ab und fuhr zum kostenlosen Wohnmobilstellplatz in Hann.Münden. Die Stadt hat eine berühmte Altstadt direkt an der Werra, die ich noch besuchte. Auf dem Platz lernte ich ein nettes Ehepaar aus Thüringen kennen, wir saßen noch lange draußen. Es gab viel zu erzählen von unseren Reisen usw. 

 

2. Tag

Nach einer ruhigen Nacht ging es schon früh weiter. Bei weiter sehr gutem Wetter an Göttingen und Hannover vorbei bis nach Hamburg. Hinter dem Elbtunnel noch ein kleines Stück, dann wartet wieder ein Gratis-Stellplatz in Kaltenkirchen direkt bei der Holsten-Therme. Pech: eine der beiden Wasserpumpen zickte rum, aber da ich eine Ersatzpumpe dabei hatte und es Kabelschuhe nebenan im Baumarkt zu kaufen gab, war die Pumpe schnell ausgewechselt. Ansonsten gibt es in dieser Stadt nichts interessantes zu sehen, der Stellplatz war um diese Zeit noch gut besucht. Da ich Lesestoff dabei habe verging der Tag im Nu. "The Road" von Cormac McCarthy ist ein düsteres, trauriges Endzeitdrama und spielt in einer völlig zerstörten, finsteren Welt. Ein Mann und sein kleiner Sohn schleppen sich durch ein verbranntes Amerika....wirklich lesenswert.

 

3.Tag

Da mein Schiff von Kiel nach Göteborg erst am Dienstag fährt, vertreibe ich mir die Zeit an der Ostsee und schaute mir heute Eckernförde an. Eine hübsche Altstadt und der Bootshafen mit Anleger sind das Aushängeschild dieser Stadt, nicht zu vergessen die alte, große Backsteinkirche. Bonbons gibt es direkt vom "Bonbonmacher", eine Handwerkskunst die es zu besichtigen gilt, verbunden mit einer Vorführung. Der Stellplatz "Grüner Jäger" bei Eckernförde für 8 Euro/Tag ist sehr empfehlenswert und liegt im Grünen an einem Wäldchen, unweit der Ostsee. Nach der Stadtbesichtigung bekochte ich mich ganz oppulent...mit Kassler, Kochwurst, Sauerkraut/Kartoffeln und Dosenbier.....köstlich! Nun sitze ich wie so oft gemütlich im Bus mit Lappi und höre nebenbei Musik der golden 60er. Das angesagte Unwetter lässt noch auf sich warten, aber mal abwarten was die Nacht so bringt.

 

4. und 5. Tag

Nördlich von Kiel stand ich 2 Tage direkt an der Ostsee und übernachtete frei auf einem Parkplatz eines Kindererholungsheimes. Kaum zu glauben, aber so nah bei Kiel ist diese Gegend noch ziemlich unverbaut. Viele Äcker und Wiesen reichen direkt bis an die Ostsee und die kleinen Orte haben Charme. Mit langen Sparziergängen am steinigen Strand vertrieb ich mir die Zeit und machte auch einige Fotos. Gegen Mittag des 5. Tages fuhr ich nach Kiel zum Schiffsanleger der Stena Line, parkte und machte noch Besorgungen in der Kieler Innenstadt. Pünktlich um 17 Uhr ging es ans Einschiffen und kurz danach legte das riesige Fährschiff ab. Bei den vielen schweren Trucks, die ins Schiff fuhren, wurde einem schon mulmig....was für Tonnen an Gewichten. Dunkle Wolken und zunehmender Wind machten nachdenklich. Die Fährunglücke vor Jahren (Estonia mit 700 Toten, diverse Schärenunglücke) schießen einem ungewollt in den Kopf. Die reißerische Reklame an Bord für das große Buffet zum Pauschlpreis von 35 € für Essen und Trinken einschließlich Bier, Wein und Schnaps wurde einigen zum Verhängnis, aber davon morgen. Ich begnügte mich mit einem preiswerten Toast und Wasser aus der mitgebrachten Flasche. 

 

6. Tag

Die Fahrt war ruhig ohne weitere Vorkommnisse. Für die faulen Gäste an Bord überträgt der Fernseher in jeder Kabine live den Seegang vom Schiff aus. Besser als jedes andere Programm (schmunzel). Ausgeschifft wurde in Göteborg um 9 Uhr morgens. Für viele war hier die Fahrt schon zu Ende. Noch im Hafen musste jeder ausnahmslos ins berühmte Röhrchen blasen. Flüchtlings- und Alkoholkontrollen vom schärfsten. Zum Thema Flüchtlinge: Das Schengen-Abkommen wird jetzt zum Fluch, die viel gepriesenen offenen Grenzen vom vielstimmigen Hühnerhaufen der ganzen EU-Versteher  entpuppt sich jetzt als Rohrkrepierer.  Gibt es noch Themen wo die (nicht gewählten) EU-Kommissare nicht versagt haben? Ach ja...gerade Gurken, Glühbirnen, einheitliche Bonbonpapiere und Klobrillen.

 

Kurz nach Göteborg setzte Regen ein, der den ganzen Tag über anhielt. Ich nutzte das schlechte Wetter zum Strecke machen. Bis zum Abend, mit einigen Pausen, ging es flott voran immer auf der E45 auf den Inlandsvägen oder besser gesagt Inlandshighway. Hinter Torsby ging es mehr als 200 km nur durch Wald auf teilweise schnurgerader Strasse bis nach Dalarna hinein. Kurz vor Mora fand ich einen sehr schönen, kleinen Campingplatz an einem großen See. Es regnete unentwegt und abends wurde es schon richtig kalt, die Heizung lief. Da außer mir nur ein einziger Camper zugegen war, konnte ich mir einen Platz direkt am Wasser aussuchen. Das Wetter ließ aber kein Aufenthalt im Freien zu ohne gehörig naß zu werden. Der Platzwart kam erst spät, ich ließ ihn wegen dem Regen ins Auto.......ein Fehler. Der Mensch stank so fürchterlich nach Fisch, dass ich hinterher eine Stunde lüften musste. Dennoch ein schöner Tag, den ich mit Lesen ausklingen ließ. Übrigens hat mich das Buch "The Road" so tief beeindruckt, dass ich mir in Kiel gleich eine neues Werk von McCarthy gekauft habe, und zwar die 3-bändige Border-Trilogie, gerade frisch heraus gekommen auf deutsch. 

 

7. Tag

Und weiter geht es gen Norden, bis Mittag immer noch mit Regen und tief liegenden Wolken. Aber dann klarte es zunehmend auf und kurz vor Strömsund zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und es wurde noch ein strahlend sonniger Tag. Mein nächster Anlaufpunkt war "Alanäs Naturcamping" schon am südlichen Rand von Schwedisch-Lappland. Diese Naturplätze liegen besonders schön und direkt am See, haben aber kein Strom und die Versorgung ist ganz notdürftig. Alanäs gefiel mir nicht so sehr, auch war kein Mensch weit und breit zu sehen....schon etwas unheimlich. Also fuhr ich 9 km weiter bis nach "Gubbhögens Naturcamp" was sich als Volltreffer erwies. Ein echtes Wildernes-Lager am großen Flasjön-See, für mich ein Geheimtipp. Nach einer Stunde brannte schon mein erstes Lagerfeuer in der abendlichen Sonne vor dem mystischen See. Es war total windstill, das Wasser war spiegelglatt. Im Wald fand ich einige Pilze. Lappland hat mich wieder eingefangen, wer einmal hier war, vergisst es nie wieder. Noch lange saß ich am Feuer bis es abends zunehmend kälter wurde.

 

  

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Ostfriesische Küste

30.04.2015

Es ist mal wieder soweit, die Berge fallen mir buchstäblich auf den Kopf. Als gebürtiger Norddeutscher zieht es mich wieder einmal an die Küste unseres Landes. Es wird keine lange Reise, mir bleiben nur ein paar Tage. In einem Stück fuhr ich an diesem Tag hoch über Münster-Rheine bis nach Emden knapp 700 km durchs schöne Emsland. Diese Strecke rund um Papenburg säumen viele Moorlandschaften, die Autobahn zieht sich mitten hindurch. Ich musste daran denken als ich hier vor 25 Jahren mit Gleichgesinnten gegen die geplante Mercedes Versuchsstrecke demonstrierte, aber das ist lange her. Ich ließ mir viel Zeit und traf nachmittags gegen 16 Uhr in Emden ein. Ein schön gelegener, aber restlos überfüllter Wohnmobilstandplatz am Binnenhafen war mein erster Übernachtungsplatz. Bevor der Tag ausklang machte ich noch eine Stadtbesichtigung und schoss einige Fotos. Der Himmel an diesem und auch an den folgenden Tagen war grandios, ich mag diese gewaltigen Wolkentürme und die Weite und nahm alles begierig in mich auf. Der Vorrat davon muss ja danach wieder eine Weile halten.

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Ligurien Cinque Terre/Italien

19.03.2015

Einen der schönsten Küstenabschnitte Italiens gibt es nicht weit südlich der Alpen. Genau 600 km von meinem Wohnort im Schwarzwald ging es heute Richtung Genua  in die schöne Stadt Levanto an der ligurischen Küste. Von 6 Uhr früh bis nachmittags 16 Uhr, natürlich wie immer mit einigen Pausen, schnurrte mein Sprinter wie ein Kätzchen bei erstaunlich minimalem Diesel-Verbrauch. Bei Ankunft war der Tank noch fast halbvoll. Dem Internet sei Dank konnte ich meine Tour vorher genau planen und so fand ich auch den ausgesuchten kleinen Campingplatz Acqua Dolce in Levanto sehr schnell. In freier Landschaft würde ich in Italien wegen der doch erhöhten Kriminalität nicht übernachten. Von Levanto, wo ich jetzt einige Tage stehen werde, will ich in den nächsten Tagen in die Cinque Terre entlang der grandiosen Steilküste wandern und die berühmten " Fünf Dörfer" besuchen.  Erste Schnappschüsse von Levanto kurz vor Sonnenuntergang zur Einstimmung. In den nächsten Tagen folgen weitere Fotos. Jetzt bin ich erstmal müde und werde früher schlafen gehen. 

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Ein Hauch Alaska

1. Tag

Der Winterschlaf ist vorbei, die erste Tour in diesem Jahr steht an. Vom 19.2.2015 bis 22.2.2015 findet wie angekündigt ein internationales Schlittenhunderennen in Bernau im Südschwarzwald statt. Dieses will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, liegt doch dann immer ein Hauch Alaska in der Luft.  Schon heute reiste ich an, die 100 km waren schnell erledigt. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich von Freiburg über Todtmoos nach Bernau quer durch den winterlichen Hochschwarzwald. Ein Stellplatz mit Strom und WLan war auch schnell gefunden, mal schauen was die nächsten Tage so bringen. Gestern Nacht waren hier  noch minus 13 Grad, eine gute Temperatur um meine Standheizung einmal richtig zu testen. Bernau ist ein kleiner beschaulicher Ort und zieht mit zwei Skiliften viele Wintersportler an, so auch heute. Da ich direkt an der Skipiste stehe konnte ich das Treiben aus dem Auto heraus gut beobachten. Für erste Fotos war ich drei Stunden zu Fuß unterwegs und genoss die Winterlandschaft rings herum. 

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Herbstreise 2017

18.09.-19.09.2017

Die Heimat der Trolle liegt in Jotunheimen, Norwegens höchstem Gebirgszug. In diese karge Hochgebirgswüste des Sognefjells führte unsere weitere Reise. Am 16.09. ging es noch eine Weile am Lustrafjord entlang mit herrlichen Ausblicken und danach in immer steileren Serpentinen auf die Hochebene hinauf. Die Straße war wieder sehr schmal und lange Zeit einspurig. Nur an einigen Ausweichstellen konnte man warten und die entgegen kommenden wenigen Fahrzeuge vorbei lassen. Wieder erwartete uns eine weite, karge baumlose Landschaft die bis an den Horizont reichte. Die Flechten und kleinen Sträucher strahlten in dunkelroten, gelben und rostfarbenen Farben zwischen unzähligen Felsen. In der Ferne sah man den "Goldhopping" und "Glittertinden", die zwei höchsten Berge Norwegens mit ca. 2500m Höhe in den Wolken verschwinden. Eine Landschaft, die es nur in Skandinavien gibt. Lange ging es über diese Hochebene, bis die Straße langsam wieder bergab verlief und die ersten Birken im letzten Sonnenlicht golden erstrahlten. Ein erster einsamer Übernachtungssplatz an einem Fluss wurde inspiziert und für 2 Stunden in Beschlag genommen, dann aber wieder verlassen. Mein Bauchgefühl war irgendwie negativ als in der Dämmerung ein völlig verdreckter Kleinbus mit nicht lesbarem Nummerschild und Müll im Auto sowie sonderbaren Leuten mit Hund vorbei fuhren um ganz in der Nähe auch zu übernachten. In der Dunkelheit brachen wir also auf, tasteten uns den sehr steinigen Weg am Fluss zurück und steuerten den nächstbesten Campingplatz an.

Am nächsten Morgen rauschten wir auf der guten ausgebauten Reichsstraße 15 wieder durch ein Farbenmeer des skandinavischen "Indiansummers" hinauf auf das nächste Fjell um danach auf dem berühmten "Adlerweg" mit 10% Gefälle steil abwärts in unzähligen Serpentinen hinab zum berühmten Geirangerfjord zu gelangen. Dieser Adlerweg wurde im Jahre 1900 erbaut und wurde aufgrund seiner kühnen in Fels gehauenden Bauweise auf der damaligen Weltausstellung ausgezeichnet. Heute durchweg noch schmal, aber gut geteert, war diese Straße noch in den 1970er Jahren ein richtiges Abenteuer als ich sie erstmalig durchfuhr. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mein Opel Record (Fließheck....ein Traum) mehrmals heiß lief und kochte und ich ihn auf steiler Piste häufig stoppen musste.  Aber heute ging es gut und ein Campingplatz ganz unten direkt am Geirangerfjord war kurz nach Mittag erreicht. Dieser Platz wird für zwei Tage unser Zuhause.

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Sächsische Schweiz und entlang der Elbe

Ein Wunsch von mir war schon immer, einmal entlang der Elbe zu fahren und die überwältigende Natur der Sächsischen Schweiz im deutsch-tschechischen Grenzgebiet  zu erleben und danach stromabwärts der Elbe zu folgen. Da dies wieder ein zeitnaher Bericht wird, weiß ich selber noch nicht, was mich alles erwartet. 

 

10.06.2017

Abfahrt von zuhause war wie (fast) immer ein Samstagmorgen, denn auf kilometerlange Lkw-Staus kann ich verzichten. Es ging deshalb flott voran an Karlsruhe, Heilbronn und Nürnberg vorbei. Ins Staunen kam ich auf Bayerns Autobahnen, sind diese doch überragend gut ausgebaut. Zumindest die A9 ist in einem so guten Zustand, wovon zum Beispiel Nordrhein-Westfalen nur träumen kann. Aber kommt nicht unser Verkehrsminister Dobrindt selbst aus Bayern? Da fließen wohl ordentlich Bundesmittel  in sein Heimatland. Gegen Mittag war ich schon in Sachsen. Hier beeindruckte mich die grüne Landschaft und die bewaldeten Flächen des Erzgebirges. Von "rauchenden Schloten" und maroden Gebäuden der ehemaligen DDR ist absolut nichts mehr zu sehen, dem Soli sei Dank. 1989 war ich kurz nach der Wende mit meinem damaligen Wohnmobil, einem Mercedes 508D (ehemaliger Postbus) in Magdeburg und Umgebung und sah noch die DDR in ihren letzten Zügen. Aber das ist eine andere Geschichte und liegt fast 30 Jahre zurück. Im Herzen der Sächsischen Schweiz liegt der kleiner Campingplatz "Ostrauer Mühle", den ich nachmittags erreichte und schon jetzt wärmstens empfehlen kann. Er ist preiswert und sehr sauber. Außerdem bietet er sich vorzüglich als Ausgangspunkt für Touren zu den nahe liegenden Naturschönheiten an. In der platz eigenen Gaststätte "Flößerstube" gibt es neben gut bürgerlicher Küche ein leckeres Schwarzbier vom Fass, ein köstlicher Abschluss dieses Tages.

 

11.06.2017

Eigentlich wollte ich diesen Tag nach der langen Anreise zum Relaxen nutzen, aber daraus wurde nichts. Um 7 Uhr war ich wieder wach und fühlte mich fit für eine kleine Foto Session. Naja, dachte ich, der nahe liegende Wasserfall ist ja mit dem Bus schnell erreicht, ein paar Fotos machen und danach wieder zurück zum Campingplatz. Der Bus hielt kurz hinter dem Wasserfall, ich konnte ihn von dort nicht sehen. Also kurz zurück laufen oder zuerst lieber den verlockenden Wanderweg ein Stück bergauf laufen? Da ich zur Zeit nachts immer Schmerzen im rechten  Bein habe, dachte ich, dass Bewegung sicher gut für die Durchblutung ist. Also entschied ich mich für die Wanderung......sie sollte 8 Stunden dauern. Und das mit voller Fotoausrüstung (Kamera, 2 Objektive, diverses Zubehör, Stativ und Wasserflaschen). Warum tue ich mir sowas an? Es hatte zwei Gründe. Erstens ging es so steil bergauf, dass ich nach einer Weile nicht mehr zurück wollte und hoffte, dass es nur besser werden kann. Und zweitens eine so grandiose Landschaft, die man kaum in Worte fassen kann. Ein Wanderweg hoch droben entlang gewaltiger Felsformationen, darunter  der endlose Wald des Nationalparks "Sächsische Schweiz" und immer wieder diese überwältigenden Ausblicke. Obwohl der Schweiß in Strömen floss, vergaß ich meistens die Anstrengung...obwohl es, zugegeben, eine wahre Schinderei war. Natürlich legte ich viele Pausen ein, alleine schon der Fotos wegen. In den nächsten Tagen werde ich ein paar davon wie üblich hier einstellen. So wanderte ich stundenlang meist auf schmalen Wegen und häufig auch sehr steinig zwischen Felsen und tiefen Abgründen entlang. Der Weg wollte einfach kein Ende nehmen und war doch einmalig schön. Weit unten floss die Elbe, die ich ein paar Mal sehen konnte. Spätnachmittags erreichte ich das kleine einspurige Bähnlein, eine historische Triebwagen-Bahn, welche am Campingplatz vorbei fuhr und mich dort absetzte. Ein anstrengender und nicht geplanter, aber herrlicher Wandertag ging damit zu Ende. 

 

 

 

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Südfrankreich + Nordspanien März 2017

Während hier im Schwarzwald noch Schnee auf den Bergspitzen liegt, aber die ersten Frühlingsknospen schon sprießen, sind meine Gedanken schon wieder "on the road". Für die erste große Reise in 2017 liegt das Ziel weit im Süden. Aragonien, die dünn besiedelte spanische Region mit der Halbwüste Europas (Unesco-Naturreservat) erwartet mich. Auch rund  um die Pyrenäen gibt es einiges zu entdecken, ich lasse mich überraschen. Das Wohnmobil ist startklar, das Wetter gut, also geht es am 13. März 2017 los. Wie immer, werde ich auch diesmal zeitnah berichten und erste Fotos einstellen soweit ich WLan unterwegs zur Verfügung habe. Mautpflichtige Autobahnen werde ich möglichst meiden, also geht es wohl überwiegend auf Regionalstraßen gen Süden.

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Fotos von kleinen Exkursionen im Okt./Nov. 2016

Vulkane in Deutschland? Natürlich keine Aktiven, aber wenn man diese Landschaft betrachtet und die typischen längst erloschenen Vulkankegel sieht, die übrigens in Deutschland einzigartig sind, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Vor Jahrmillionen Jahren waren diese Vulkane sehr aktiv. In diesem Hegauerland bei Singen nahe dem Bodensee fand man außerdem die ältesten von Menschenhand bearbeiteten Gegenstände sowie 54 Keltengräber und viele spektakuläre Schätze aus der Römerzeit. Hierhin fahre ich des öfteren und habe noch längst nicht alles gesehen.

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Nordmeer und Lappland im Herbst 2016

30.08.2016 

Nach 4 Tagen Aufenthalt in Kiel bei schönstem Wetter geht es heute auf die Fähre Kiel-Göteborg mit der StenaLine. Gegen 19 Uhr legt das Schiff ab und wird am 31.08.2016 morgens um 9.00 Uhr  in Göteborg einlaufen. Gestern stand ich noch auf einem herrlichen Stellplatz am Bülker Leuchtturm bei Kiel (7€) mit freiem Blick auf die gesamte Kieler Förde. Zum Schiffe beobachten ein  top Platz. Mit ein paar Bildern starte ich diesen Blog und werde weiterhin möglichst aktuell über meine lange Reise in den hohen Norden berichten.

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"Vor uns lag noch ein längerer Weg. Uns sollte es   recht sein. Der Weg ist das Leben."      

                                                                                                                                                (Jack Kerouac)

 

„Wirklich weise ist der, der mehr Träume in seiner Seele hat als die Realität zerstören kann"

   (Indianische Weisheit))

 


Meine Ausrüstung:

Pentax K-3 II Spiegelreflexkamera                                                                  Pentax 18-135mm Objektiv                                                               Pentax DA 16-85mm

Pentax DA 55-300mm Objektiv                                                                        Pentax DA 14mm Weitwinkel Objektiv                                      Stativ, Blitz und diverse Filter

 

                                              Die Fotos werden mit Lightroom etwas bearbeitet und archiviert. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format:


Weitere Links:                  

http://www.fotocommunity.de/                                                   Pentax /Ricoh                                              Promobil-Forum

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